Wäre Anne Frank heute eine Aktivistin?
Auf Tiktok grassieren „Fake News“ und Geschichtsrevisionismus – die Frankfurter Bildungsstätte Anne Frank versucht nun, mit einem Live-Format dagegenzuhalten.
Mahnmal für die Ermordeten, Schrei nach Vergeltung und Hymnen auf die Macht der Poesie: Die Gedichte dieser Dichterin aus einer russisch-jüdischen Familie erschienen erstmals 1946 und waren viel zu lange vergessen.
Auf Tiktok grassieren „Fake News“ und Geschichtsrevisionismus – die Frankfurter Bildungsstätte Anne Frank versucht nun, mit einem Live-Format dagegenzuhalten.
Das Deutsche Historische Museum rekonstruiert in der außergewöhnlichen Schau „Gewalt ausstellen“ die ersten europäischen Ausstellungen über die nationalsozialistischen Verbrechen. Ein Gespräch mit Raphael Gross.
Erinnerungsarbeit in Ost und West: Das Deutsche Historische Museum in Berlin erzählt von der öffentlichen Darstellung der deutschen Kriegsverbrechen und ihrer Opfer in den Jahren nach 1945.
Jetzt stimmen die Genossen über den Koalitionsvertrag ab, der Weinstein-Prozess wird neu aufgerollt – und wie steht es um Europas Klima? Der F.A.Z.-Frühdenker.
Im Jahr 2023 haben wieder mehr Menschen NS-Gedenkstätten besucht. Auch die hessischen Einrichtungen verzeichneten höhere Besucherzahlen. Doch seit dem Angriff der Hamas auf Israel nehmen auch antisemitische Vorfälle zu.
Sie überlebte Auschwitz und Bergen-Belsen: Das Lesebuch „Durch innere Kontinente“ gibt Einblicke in das reiche Werk der jiddischsprachigen Autorin Chava Rosenfarb.
Wie können Holocaust-Gedenkstätten mit Techniken digitaler Vergegenwärtigung arbeiten? Eine Tagung im Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau erörtert ethische und praktische Probleme.
Franci Rabinek Epstein hat in den Siebzigerjahren ihren Überlebensweg als tschechische Jüdin niedergeschrieben, doch die Frauenperspektive war der Verlagsbranche zu emanzipiert. Nun sind die Erinnerungen erschienen.
In Amsterdam lernte sie Anne Frank kennen, in deren Tagebuch sie auch vorkommt. Nun ist die Holocaust-Überlebende Hannah Pick-Goslar im Alter von 93 Jahren gestorben.
Vor 50 Jahren ermordeten palästinensische Terroristen während Olympia elf Athleten, Trainer und Kampfrichter der israelischen Mannschaft. Der Kampf gegen Antisemitismus im Sport ist aktueller denn je.
In ihren letzten Jahren verschanzte sich Marlene Dietrich in ihrer Wohnung in Paris. Nur mit ein paar Freunden telefonierte sie – und mit unserem Autor. Ihre Nachrichten auf seinem Anrufbeantworter hat er aufgehoben.
Das Dokudrama „Nazijäger“ erzählt von den Menschenversuchen in Neuengamme. Töchter und Söhne, die zu Tode gequält wurden, kommen uns nahe.
Noch gibt es letzte Überlebende des Holocaust. Wer sind diese Menschen, wie gehen sie mit ihrer Geschichte um, wie konnten sie ihr Leben weiterführen?
Neunzehn Jahre alt war Susanne Schuller, als sie aus Ungarn ins Konzentrationslager Bergen-Belsen deportiert wurde. Dort zeichnete sie für ihre Mutter ein Bildertagebuch, das jetzt reich kommentiert auf Deutsch erscheint - unter ihrem 1946 angenommenen ungarischen Namen Zsuzsa Merényi . Kein Comic, und doch lässt sich einige Verwandtschaft erkennen.
Nach Kriegsende wurde ausgerechnet Deutschland für Tausende Juden zum vorübergehenden Zufluchtsort. Für viele Überlebende der KZs war es ein belasteter Wartesaal, in dem dennoch für kurze Zeit das Leben erblühte.
Das Interesse an einer persönlichen Begegnung mit den Verbrechensorten der Nazis ist abermals gewachsen. Mancherorts ist die Belastungsgrenze für Personal und Infrastruktur erreicht.
Als Kind überlebte er die Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau und Bergen-Belsen, als Produzent von „Schindlers Liste“ und „Gladiator“ erhielt er später den Oscar. Nun ist Branko Lustig im Alter von 87 Jahren gestorben.
Zwei Unternehmen, spezialisiert auf Verbrennungstechnik, machten den Massenmord der Nazis möglich. Nach dem Krieg schaute niemand so genau hin – mit einigen wenigen Ausnahmen.
Als jüdisches Kind wird Gershon Willingers von den Nazis in mehrere Konzentrationslager verschleppt. Nun sucht der Holocaust-Überlebende in einem hessischen Archiv nach Hinweisen zu seinen ermordeten Eltern.
Als Junge erfährt der 1945 in Bergen-Belsen geborene Israeli Izak Sagi, dass er adoptiert wurde. Als Erwachsener findet er seine Mutter Aida, im hohen Alter stößt er auf seinen blinden Bruder Shep: eine ergreifende Familiengeschichte.
Als Bildreporter kam George Rodger nach Bergen-Belsen. Nach dem Zweiten Weltkrieg suchte er Heil bei den Nuba im Sudan. Seine Farbfotos sind jetzt zum ersten Mal zu sehen.
Zum Abschluss ihres Besuchs in Deutschland legte Königin Elisabeth II. in der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers in Bergen-Belsen einen Kranz nieder. Es war ihr ein persönliches Anliegen gewesen, den Ort zu besuchen.
Im Mai 1985 glänzte Richard von Weizsäcker mit einer großen Rede aus Anlass des Kriegsendes. Durch die damals als sensationell empfundene gesamtdeutsche Konsensformel „Tag der Befreiung“ gerieten Ansprachen anderer Politiker wie Theodor Heuss, Willy Brandt, Walter Scheel und Helmut Kohl in Vergessenheit. Eine Spurensuche.
Der Deutschland-Besuch der Queen im Juni ist streng durchgeplant. Möglichst viele Menschen sollen ihr zuwinken können. Überraschungen sind keine im Programm, dafür aber die einmalige Chance, das königliche Oberhaupt persönlich zu erleben.
1945 war Alfred Hitchcock von einem Freund gefragt worden, ihm bei einer Dokumentation über Kriegsverbrechen der Deutschen zu helfen. Jetzt soll er erstmals veröffentlicht werden.
Unbekannte fällen und stehlen den Anne-Frank-Gedenkbaum vor einer Frankfurter Schule. Lehrer und Schüler sind schockiert. Der Baum ist nicht zu ersetzen.
Buddy Elias, der Cousin von Anne Frank, präsentiert die ersten Stücke aus der umfassenden Sammlung der Familie Frank im Jüdischen Museum Frankfurt. Die Ausstellung ist Beginn einer Ära.
Schon 48 Jahre vor dem Sensationserfolg des Sammelwerks „Das Amt und die Vergangenheit“ kam Eberhard Kolb in seiner Geschichte des Konzentrationslagers
Judenräte und Judenälteste sind dem Vorwurf der Kollaboration ausgesetzt, ihre Rolle war und ist umstritten.
In einem Café treffen sich alte Menschen, erzählen Witze, hören Musik, streiten sich. Sie reden über Bienenstich und Birkenau. Es ist wie ein exklusiver Klub, nur hat niemand die Mitgliedschaft gewollt.
Die Generation der Zeitzeugen stirbt. Mit ihrem Verschwinden, das ist jetzt schon klar, wird sich die Erinnerungskultur verändern.
Josef Buchmann, „Immobilienkönig“ von Frankfurt, hat viel Böses erlebt. Er hat nicht viele Worte gemacht, wenn er half. Zum Beispiel Oskar Schindler.