Iran : Persischer Frühling

Seit dem Abschluss des Atomabkommens gewinnen in Iran die moderaten Kräfte weiter an Einfluss. Die Öffnung nach Westen weckt Hoffnungen, aber auch Ängste. Eine Reise in ein widersprüchliches Land.
Das Imam-Chomeini-Mausoleum mit seiner vergoldeten Kuppel und den vier goldenen Minaretten ist schon von der Autobahn aus zu sehen. Auf dem riesigen Parkplatz vor dem Grabmal des 1989 verstorbenen Revolutionsführers und Gründungsvaters der Islamischen Republik verlieren sich an diesem Vormittag nur eine Handvoll Autos. Einige Besucher haben hier, am Stadtrand der iranischen Hauptstadt Teheran, Zelte aufgeschlagen und offenbar die Nacht verbracht. An schattigen Picknicktischen sitzen ein paar Familien, die Frauen in schwarze Tschadors gehüllt. Neben ihnen ein junges Pärchen in Jeans und bunter Kleidung. „Ich komme alle drei Monate mit meiner Freundin hierher“, sagt Abas, ein Doktorand der Politikwissenschaften aus Teheran. „Sie liebt den Imam.“ So wird Ajatollah Ruholla Chomeini von vielen Iranern respektvoll genannt.





