70 Jahre Jalta-Konferenz : Befreites Europa vor Eisernem Vorhang

Im Februar 1945 trafen sich Churchill, Roosevelt und Stalin in Jalta. Wie die Konferenz der „großen Drei“ zu einer hochpolitischen Chiffre aufstieg.
Nach der Verhängung des Kriegsrechts in Polen 1981 und dem Verbot der Volksbewegung Solidarność hatten die Regimegegner in Osteuropa endgültig die Hoffnung aufgegeben, dass ihre Länder frei werden könnten, so lange der sowjetische Block noch existierte. Ihre Schriften und Debatten drehten sich seither stetig um die Frage, wie sie sich aus der „Zwangsjacke von Jalta“ (eine Formulierung des ungarischen Dissidenten György Konrad) befreien könnten. „Jalta“ stand in ihren Augen für das Versagen des Westens, der dort 1945 der Teilung Europas zugestimmt und sie zu einem Leben hinter dem „Eisernen Vorhang“ verdammt habe. Die Überwindung des Mächtesystems von Jalta war nach Ansicht der osteuropäischen Antikommunisten nicht nur die Voraussetzung für ihre eigene Freiheit, sondern auch für einen dauerhaften Frieden in Europa: Das „Festhalten an Jalta“ bedeute nur die Konservierung des Bestehenden, die aber unmöglich sei - „dafür sorgen die Völker Mitteleuropas“, schrieb Konrad 1984.





