Schiefergas : Fracking gegen Putin

Schiefergas könnte Europa auf viele Jahrzehnte unabhängig vom russischen Import machen. Kippt der politische Widerstand gegen die umstrittene Fördermethode wegen der Krim-Krise?
„Fracking hätte schon vor drei Jahren diskutiert werden müssen“, findet Peter Ramsauer (CSU), der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses im Bundestag. „Den Deutschen geht es zu gut“, glaubt EU-Energiekommissar Günther Oettinger (CDU) und kritisiert den Widerstand gegen das Fracking „aus emotionalen Gründen“. Die Krim-Krise hat Europa schlagartig vor Augen geführt, wie abhängig es von den Erdgaslieferungen aus Putins Russland ist – und schon kocht auch die Debatte um das Schiefergas-Fracking wieder hoch. Dabei werden große Mengen eines Gemischs aus Wasser, Sand und Chemikalien in das Bohrloch gepresst, um Risse in unterirdische Gesteinsschichten zu sprengen. Zuvor unerreichbare Erdgasvorkommen können so ausgebeutet werden.




