Vor der EZB-Sitzung : „Wenn dieser Typ mehr Geld druckt...“

Amerikaner, Briten, Japaner und Schweizer haben es gemacht: Anleihekäufe, wie sie nun wohl auch die EZB plant. Sie gehören heute offenbar zum Standard-Repertoire einer Notenbank. Wie viel sie bringen, wissen die Fachleute noch nicht.
Besonders in Krisenzeiten haben Notenbanker einen heiklen Job. Sie müssen überlegen, was ganz nüchtern geldpolitisch richtig ist. Und sie müssen ihre Entscheidungen auch der breiten Öffentlichkeit und den Politikern, die von ihr gemocht werden wollen, verkaufen. Das kann ganz schön kompliziert sein. Wie aufgeheizt die Stimmung bisweilen ist, lässt sich zum Beispiel erkennen, wenn ein hoher Landespolitiker dem Notenbankpräsidenten beinahe unverblümt Gewalt androht. „Wenn dieser Typ mehr Geld druckt (...) also ich weiß nicht, was Sie mit ihm machen würden (..) wir würden ihn ziemlich schlecht behandeln.“ Eine harte Aussage.





