Amerikanischer Wahlkampf : Was Rand Paul von Le Pen lernen muss

Wenn der Republikaner Rand Paul amerikanischer Präsident werden will, sollte er sich an Marine Le Pen halten: Er muss sich von seinem Vater distanzieren. Ron Paul hat eine ähnlich obskure Vergangenheit wie Jean-Marie Le Pen.
Was heißt „Papa, halt die Klappe“ auf Französisch? Das hat Marine Le Pen, die Führerin des rechten französischen Front National, zu Beginn dieses Monats zu ihrem Vater, dem Parteigründer und Patriarchen Jean-Marie, gesagt. Zuvor hatte dieser im französischen Fernsehen seine berüchtigte Behauptung aus dem Jahr 1987 wiederholt, dass die Gaskammern der Nazis nur ein „Detail“ der europäischen Geschichte seien. Vier Tage später lobte er gegenüber einer rechten Wochenzeitung Marschall Philippe Pétain, den Führer der Kollaborateure zu Kriegszeiten. Nachdem er seine Bewunderung für diesen Mann ausgedrückt hatte, den viele als einen Verräter ansehen, besaß Le Pen die Kühnheit, die Loyalität des derzeitigen französischen Ministerpräsidenten Manuel Valls in Frage zu stellen, der in Spanien geboren wurde. „Wie steht es um seine Treue zu Frankreich?“, sagte er. „Ist dieser Immigrant konvertiert worden?“





