FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Positionierung gegen Trump :
Plötzlich sieht George W. Bush gut aus

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Spät zum Sympathieträger geworden: George W. Bush (Aufnahme von 2017)
Spät zum Sympathieträger geworden: George W. Bush (Aufnahme von 2017)AFP

Zwei der umstrittensten Politiker der vergangenen Jahrzehnte werden plötzlich mit Lob überschüttet: George W. Bush und Dick Cheney. Weil sie sich gegen Trump positionieren. Manche sehen die Republikaner schon auf dem Weg der Heilung.

Barack Obama, George W. Bush und Bill Clinton – die Vorgänger von Donald Trump wollen nach der Vereidigung von Joe Biden in der kommenden Woche ein Zeichen setzen. Gemeinsam mit dem neuen Präsidenten werden die beiden Demokraten und der Republikaner einen Kranz auf dem Nationalfriedhof in Arlington niederlegen – am Grab des unbekannten Soldaten. Während Trump bereits ankündigte, dass er bei den Feierlichkeiten nicht dabei sein wird, soll die gemeinsame Zeremonie wohl vor allem eine Rückkehr zu einem Stück politischer Normalität ankündigen. Die parteiübergreifende Geste huldigt dem amerikanischen Ideal des Kompromisses zwischen den Parteien, das selten erfüllt war und nun noch unrealistischer scheint als zuvor. Dass George W. Bush teilnehmen wird, ist auch ein Signal an die eigene Partei, die zwischen den Rechten um Trump und denjenigen gespalten ist, die zur Durchsetzung ihrer Ziele die traditionellen politischen Formen des Parlamentarismus und des Lobbyismus vorziehen.

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