FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Ukraine-Krieg :
EU rechnet mit Millionen Flüchtlingen

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Geschlossene Reihen: Bundespräsident Steinmeier am Donnerstag zusammen mit Litauens Präsident Nauseda in Vilnius
Geschlossene Reihen: Bundespräsident Steinmeier am Donnerstag zusammen mit Litauens Präsident Nauseda in VilniusAP

Die Kämpfe in der Ukraine gehen unvermindert weiter. In Paris geht man davon aus, dass dem Land das Schlimmste noch bevorsteht.

F.A.Z. Frankfurt ⋅ Gut eine Woche nach Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine sind nach UN-Angaben bereits mehr als eine Million Menschen auf der Flucht. UN-Flüchtlingshochkommissar Filippo Grandi sagte am Donnerstag, selten habe er „einen so schnellen Exodus wie diesen“ erlebt. „Wenn der Konflikt nicht sofort beendet wird, werden wahrscheinlich weitere Millionen Menschen gezwungen sein, die Ukraine zu verlassen“, sagte Grandi. Nach Schätzungen der UN ist mit bis zu zehn Millionen weiteren Flüchtlingen zu rechnen. Die EU-Staaten einigten sich am Donnerstag darauf, Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine schnell und unkompliziert aufzunehmen. Das teilte EU-Innenkommissarin Ylva Johansson auf Twitter mit. Sie sprach von einer historischen Entscheidung. Die EU-Kommission hatte auf Bitten der Mitgliedstaaten vorgeschlagen, für den schnellen und unbürokratischen Schutz der Flüchtlinge erstmals die Richtlinie für den Fall eines „massenhaften Zustroms“ von Vertriebenen in Kraft zu setzen. Der Schutz gilt zunächst für ein Jahr, kann jedoch um insgesamt zwei weitere Jahre verlängert werden. Ein reguläres, langwieriges Asylverfahren ist nicht nötig. „Wir müssen uns darauf vorbereiten, dass Millionen Flüchtlinge in die Europäische Union kommen“, sagte Johansson.

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