Piratenpartei und Hierarchie :
Dieses Kribbeln im Bauch

Von
Marie Katharina Wagner
Lesezeit:
Das „Orange“, das die deutsche Parteienlandschaft tüchtig umgekrempelt hat
Das „Orange“, das die deutsche Parteienlandschaft tüchtig umgekrempelt hatAFP

Die Piratenpartei hat sich einen Ekel vor Hierarchien angewöhnt. Aber jetzt, wo die Partei durch die Debatte über ihre Abgrenzung nach rechts verunsichert ist, braucht sie einen Chef. Auf dem Bundesparteitag an diesem Wochenende soll er gewählt werden - Kandidaten gibt es viele.

Noch vor ein paar Wochen wäre Sebastian Nerz der „Shitstorm“ sicher gewesen. Der Bundesvorsitzende der Piratenpartei verhielt sich in den vergangenen Tagen tatsächlich wie ein normaler Parteivorsitzender - nach innen wie nach außen. Er distanzierte sich von dem Berliner Abgeordneten Martin Delius, dessen Wachstumsvergleich der Piraten mit der NSDAP er „unsinnig“ nannte. Er rief die Partei zu besseren und höflichen Umgangsformen auf. Er riet ihren Mitgliedern zur Vorsicht im Umgang mit Journalisten. Er nannte die Kritik der anderen Parteien „billig und nicht angemessen“. Und um das Thema zu wechseln verkündete Nerz am Donnerstag, die Piratenpartei sei gegen das Betreuungsgeld, ohne dass es dazu jemals einen Parteitagsbeschluss gegeben hätte.

FAZ

Ohne Abo weiterlesen

Dies ist kein Abo. Ihre Registrierung ist komplett kostenlos, ohne versteckte Kosten.
Oder 3 Monate für 1 € pro Monat Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen erhalten und immer aktuell informiert bleiben.
Empfehlungen
Stellenmarkt
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Stellenmarkt
STRATOS-Ingenieur/in (w/m/d)
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V.
Zum Stellenmarkt
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Stellenmarkt
Zum Stellenmarkt
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Stellenmarkt
Zum Stellenmarkt
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Stellenmarkt
Zum Stellenmarkt