Deutschland Liveblog : CDU-Abgeordneter Heuer will bei Wahl von Siegmund im Plenarsaal bleiben
Lesezeit:

Guido Heuer beim Landesparteitag der CDU im Sommerdpa
CDU-Fraktion hatte angekündigt, Saal zu verlassen +++ Söder fordert Extremismusklausel im Länderfinanzausgleich +++ Wüst und Schnieder dringen auf Stromsteuersenkung für alle +++ alle Entwicklungen im Liveblog
Abgeordneter Heuer will Plenarsaal bei Siegmund-Wahl nicht verlassen
Der CDU-Landtagsabgeordnete Guido Heuer will im Dezember nicht den Plenarsaal des Landtags von Sachsen-Anhalt verlassen, wenn sich AfD-Politiker Ulrich Siegmund als Ministerpräsident zur Wahl stellt. „Ich selber bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich den Saal nicht verlassen werde“, sagte Heuer dem Nachrichtenportal „Nius“. Zu seinem Wahlverhalten wollte sich der frühere CDU-Fraktionschef nicht äußern: „Ich werde mich vor keiner geheimen Wahl und auch nach einer geheimen Wahl nicht dazu erklären.“
Damit stellt sich Heuer gegen die zuvor vereinbarte Linie der CDU-Fraktion unter dem Fraktionschef und geschäftsführenden Ministerpräsidenten Sven Schulze. Die Fraktion hatte sich vergangene Woche in einer Sitzung darauf verständigt, bei der Ministerpräsidentenwahl den Saal zu verlassen. Heuer gilt als Gegenspieler von Schulze, er wollte Fraktionsvorsitzender werden und unterlag Schulze in einer Abstimmung mit sieben zu acht Stimmen. Heuer gilt als gut vernetzt mit dem im Landesverband einflussreichen Bundestagsabgeordneten Sepp Müller.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Wüst und Schnieder fordern die Stromsteuersenkung für alle
Vor der heutigen Ministerpräsidentenkonferenz fordert der nordrhein-westfälische Regierungschef Hendrik Wüst eine rasche Senkung der Stromsteuer für private Haushalte und alle Unternehmen. „Die Energiekosten sind für viele inzwischen zu einer enormen Belastung geworden“, sagte der CDU-Politiker in Berlin. „Wir brauchen jetzt die Stromsteuersenkung für alle – und zwar möglichst schnell. Für die privaten Haushalte, Handwerk, Handel und Dienstleistungsunternehmen.“
Dies würde zu einer Entlastung um mehr als fünf Milliarden Euro jährlich führen. Bezahlbarer Strom sei nicht nur eine Frage der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft, sondern auch eine ganz konkrete Entlastung für die Menschen im Alltag. „Jetzt kommt es darauf an, dieses Versprechen aus dem Koalitionsvertrag vollständig einzulösen. Das hilft auch dabei, verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen, und gibt Menschen und Unternehmen die Verlässlichkeit, die sie brauchen.“
Die Stromsteuer wird Thema bei der Ministerpräsidentenkonferenz sein. Deren Vorsitzender, der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder schloss sich der Forderung an. Am besten sollte eine Senkung schon zum 1. Januar greifen, sagte der CDU-Politiker im rbb24 Inforadio. Da höhere Steuereinnahmen erwartet werden, seien die finanziellen Spielräume vorhanden und sollten entsprechend genutzt werden. Die schwarz-rote Bundesregierung hatte im Koalitionsvertrag eine Senkung für alle auf das europäische Mindestmaß angekündigt. Diese Zusage wurde jedoch bisher nicht umgesetzt.
Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) plädiert dafür, Spielräume im Haushalt zu nutzen, um das Versprechen aus dem Koalitionsvertrag voll umzusetzen. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) ist zwar grundsätzlich offen für diese Forderung, hat aber Zweifel, dass sie finanzierbar ist. Zwar wachse die deutsche Wirtschaft wieder. Aber daraus lasse sich eine Senkung der Stromsteuer nicht dauerhaft finanzieren, sagt Klingbeil.
Dies würde zu einer Entlastung um mehr als fünf Milliarden Euro jährlich führen. Bezahlbarer Strom sei nicht nur eine Frage der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft, sondern auch eine ganz konkrete Entlastung für die Menschen im Alltag. „Jetzt kommt es darauf an, dieses Versprechen aus dem Koalitionsvertrag vollständig einzulösen. Das hilft auch dabei, verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen, und gibt Menschen und Unternehmen die Verlässlichkeit, die sie brauchen.“
Die Stromsteuer wird Thema bei der Ministerpräsidentenkonferenz sein. Deren Vorsitzender, der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder schloss sich der Forderung an. Am besten sollte eine Senkung schon zum 1. Januar greifen, sagte der CDU-Politiker im rbb24 Inforadio. Da höhere Steuereinnahmen erwartet werden, seien die finanziellen Spielräume vorhanden und sollten entsprechend genutzt werden. Die schwarz-rote Bundesregierung hatte im Koalitionsvertrag eine Senkung für alle auf das europäische Mindestmaß angekündigt. Diese Zusage wurde jedoch bisher nicht umgesetzt.
Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) plädiert dafür, Spielräume im Haushalt zu nutzen, um das Versprechen aus dem Koalitionsvertrag voll umzusetzen. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) ist zwar grundsätzlich offen für diese Forderung, hat aber Zweifel, dass sie finanzierbar ist. Zwar wachse die deutsche Wirtschaft wieder. Aber daraus lasse sich eine Senkung der Stromsteuer nicht dauerhaft finanzieren, sagt Klingbeil.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Schnieder gegen „Extremismusklausel“ im Länderfinanzausgleich
Der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Gordon Schnieder (CDU), lehnt eine von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vorgeschlagene sogenannte Extremismusklausel im Länderfinanzausgleich ab. „Der Vorstoß, das über Finanzen zu regeln, den hatten wir schon häufiger. Ich glaube, das ist nicht der richtige Weg“, sagte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident im Deutschlandfunk.
Mit seinem Vorschlag will Söder mögliche von der AfD oder der Linken geführte Regierungen in Sachsen-Anhalt und im Land Berlin von Geld aus dem Länderfinanzausgleich abschneiden.
Schnieder entgegnete, erst einmal müsse man sich beide Bundesländer genau anschauen. „Wir müssen mal schauen, wie wir insgesamt in den Umgang damit kommen.“ Der Aufschlag über den Länderfinanzausgleich betreffe ja alle Länder. „Deswegen glaube ich, ist das im Moment nicht zielführend, weil es dann einfach zu groß wäre“, sagte er.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Vanessa Angermann
Söder will Extremismusklausel im Länderfinanzausgleich durchsetzen
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will mit weiteren Geberländern eine Extremismusklausel im Länderfinanzausgleich durchsetzen, die mögliche von der AfD oder der Linkspartei geführte Regierungen in Sachsen-Anhalt und im Land Berlin von Finanzmitteln aus dem Topf abschneiden könnte. „Wir sind in Gesprächen mit Hessen und mit Baden-Württemberg über eine Extremismusklausel für den Länderfinanzausgleich“, sagte der CSU-Vorsitzende der „Augsburger Allgemeinen“.
„Diese würde besagen, dass Länder, die extremistisch regiert werden, nicht von den Geberländern unterstützt werden“, führte Söder aus. „Betroffen wären Sachsen-Anhalt und Berlin, wenn die Regierungsbildungen dort wie erwartet ablaufen.“
Er sei zuversichtlich, dass die anderen Länder den Finanzausgleich entsprechend mitanpassen. „Eine solche Extremismusklausel würde an den Zahlungen an die anderen Nehmerländer erst einmal nichts ändern. Diese müssen also vorerst keine Angst haben und könnten zustimmen – im Sinne unseres gemeinsamen Landes.“
„Diese würde besagen, dass Länder, die extremistisch regiert werden, nicht von den Geberländern unterstützt werden“, führte Söder aus. „Betroffen wären Sachsen-Anhalt und Berlin, wenn die Regierungsbildungen dort wie erwartet ablaufen.“
Er sei zuversichtlich, dass die anderen Länder den Finanzausgleich entsprechend mitanpassen. „Eine solche Extremismusklausel würde an den Zahlungen an die anderen Nehmerländer erst einmal nichts ändern. Diese müssen also vorerst keine Angst haben und könnten zustimmen – im Sinne unseres gemeinsamen Landes.“
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Weidel will Europäische Union „neu aufbauen“
Die AfD hat Vorschläge für eine radikale Reform der Europäischen Union präsentiert. „Für mich ist die Europäische Union keine Gruppe souveräner Staaten mehr“, sagte Parteichefin Alice Weidel auf Englisch bei einer Pressekonferenz im Europäischen Parlament in Straßburg. Sie kritisierte, dass die nicht direkt gewählte EU-Kommission als einzige Institution europaweite Gesetze vorschlagen kann. „Deshalb sagen wir, dass wir die Europäische Union neu aufbauen müssen, dass wir die Kompetenzen wieder an die nationalen Parlamente und Regierungen zurückgeben müssen.“
Ein weiterer zentraler Punkt der Europapolitik ihrer Partei sei die Möglichkeit, aus EU-weiten Vereinbarungen auszutreten. Falls etwa der Schengen-Raum nicht funktioniere, müsse Deutschland austreten und die eigenen Grenzen schützen.
„Wir sind eine europafreundliche Partei. Wir sind kooperativ und konstruktiv“, betonte René Aust, der Vorsitzende der AfD-Gruppe im Europäischen Parlament. Die Abgeordneten setzen sich in einem neuen Strategiepapier unter anderem dafür ein, dass die Europaabgeordneten nicht mehr direkt gewählt, sondern von nationalen Parlamenten entsandt werden.
Ein weiterer zentraler Punkt der Europapolitik ihrer Partei sei die Möglichkeit, aus EU-weiten Vereinbarungen auszutreten. Falls etwa der Schengen-Raum nicht funktioniere, müsse Deutschland austreten und die eigenen Grenzen schützen.
„Wir sind eine europafreundliche Partei. Wir sind kooperativ und konstruktiv“, betonte René Aust, der Vorsitzende der AfD-Gruppe im Europäischen Parlament. Die Abgeordneten setzen sich in einem neuen Strategiepapier unter anderem dafür ein, dass die Europaabgeordneten nicht mehr direkt gewählt, sondern von nationalen Parlamenten entsandt werden.

Die AfD-Vorsitzende Alice Weidel (Mitte) mit den AfD-Europaabgeordneten René Aust (rechts) und Alexander Sell am Mittwoch in Straßburg. dpa
„Der Europäische Rat wird zum zentralen Entscheidungsorgan; die Staats- und Regierungschefs beraten und beschließen direkt“, so die Vision. Sollte die Umstrukturierung der EU nicht in ihrem Sinne geschehen, wollen die Politiker eine Volksabstimmung über Deutschland in der EU.
Im Papier ist zudem von einer „grundlegenden Neugestaltung“ des Euro-Systems wegen einer „strukturellen Fehlentwicklung“ zu lesen. Unter anderem solle sich die Europäische Zentralbank (EZB) „strikt auf ihr originäres Mandat der Preisstabilität“ beschränken und Deutschlands Stimme im EZB-Rat mehr zählen.
Im Papier ist zudem von einer „grundlegenden Neugestaltung“ des Euro-Systems wegen einer „strukturellen Fehlentwicklung“ zu lesen. Unter anderem solle sich die Europäische Zentralbank (EZB) „strikt auf ihr originäres Mandat der Preisstabilität“ beschränken und Deutschlands Stimme im EZB-Rat mehr zählen.
„“
Weidel hatte dagegen noch im August die Absicht ihrer Partei bekräftigt, im Fall einer Regierungsübernahme aus dem Euro auszusteigen. Von Journalisten danach gefragt, ob sie wie das Positionspapier bekräftige, in der EU und im Euro zu bleiben, sagte Weidel, in der Partei werde „offen diskutiert und auch gestritten, was die beste Lösung für die Europäische Union wäre und was Deutschlands Rolle in der Europäischen Union ist“. Klar sei: „Wir stehen ein für eine Europäische Union, für ein Europa der Vaterländer mit den europäischen Staaten auf Augenhöhe.“
Die AfD gehört im Europäischen Parlament zur Fraktion Europäische Souveräne Nationen (ESN). Mit 27 von derzeit 719 Abgeordneten ist sie die kleinste Fraktion.
Die AfD gehört im Europäischen Parlament zur Fraktion Europäische Souveräne Nationen (ESN). Mit 27 von derzeit 719 Abgeordneten ist sie die kleinste Fraktion.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
White Power Symbol im Schweriner Landtag?
Der im September in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern gewählte AfD-Politiker Tommy Thormann hat mit einer doppeldeutigen Geste für Kritik gesorgt. In einem Video, das Thormann am Dienstag auf der Plattform Instagram veröffentlichte, ist zu sehen, wie er in der ersten Sitzung des neuen Landtags in Schwerin mit Daumen und Zeigefinger einen Kreis bildet und die übrigen Finger ausstreckt. Die Geste, die unter Tauchern als „Okay“ bekannt ist, gilt in der rechtsextremen Szene als Symbol für „White Power“, eine angebliche Vorherrschaft weißer Menschen. Thormann ist nicht der erste AfD-Politiker, der die Geste gezeigt hat.
„Der Vorfall bestätigt einmal mehr, warum wir keinen Vertreter der AfD in das Präsidium des Landtags gewählt haben“, teilte der Vorsitzende der Linken-Landtagsfraktion, Hennis Herbst, mit. Wer ausgerechnet während der konstituierenden Sitzung des Parlaments mit dieser Geste posiere, lasse den gebotenen Respekt vor diesem Haus vermissen. Herbst habe daher die Landtagspräsidentin Birgit Hesse schriftlich dazu aufgefordert, den Vorfall durch das Präsidium prüfen zu lassen und eine Rüge gegen den Abgeordneten zu erwägen. „Der Landtag darf solche Provokationen nicht unwidersprochen hinnehmen.“
SPD und Grüne forderten nach dem Vorfall den Ausschluss Thormanns aus der Landtagsfraktion. „Die AfD belegt einmal mehr, wie tief der Rechtsextremismus in ihren Reihen verankert ist“, teilte SPD-Fraktionschef Julian Barlen mit. „Da sitzen keine sachorientierten Abgeordneten, die das Leben der Menschen in MV verbessern wollen. Da sitzen Rechtsextremisten, die sich im Parlament ganz bewusst als solche zu erkennen geben.“
Die AfD-Landtagsfraktion wies den Vorwurf als Spekulation zurück. Sie teilte auf Anfrage mit: „Für Herrn Thormann bedeutet die Geste schlicht: ‚Läuft‘.“ Auch andere Abgeordnete hätten diverse Gesten gezeigt, die ebenfalls nicht politisch einzuordnen, sondern lediglich als Grüße zu interpretieren seien. „Wir stellen hiermit noch mal klar, dass es sich für uns und für Herrn Thormann nicht um ein politisches Symbol handelt.“
Mehr über Tommy Thormann und seine Parteikollegen im Schweriner Landtag können Sie hier nachlesen:
„Der Vorfall bestätigt einmal mehr, warum wir keinen Vertreter der AfD in das Präsidium des Landtags gewählt haben“, teilte der Vorsitzende der Linken-Landtagsfraktion, Hennis Herbst, mit. Wer ausgerechnet während der konstituierenden Sitzung des Parlaments mit dieser Geste posiere, lasse den gebotenen Respekt vor diesem Haus vermissen. Herbst habe daher die Landtagspräsidentin Birgit Hesse schriftlich dazu aufgefordert, den Vorfall durch das Präsidium prüfen zu lassen und eine Rüge gegen den Abgeordneten zu erwägen. „Der Landtag darf solche Provokationen nicht unwidersprochen hinnehmen.“
SPD und Grüne forderten nach dem Vorfall den Ausschluss Thormanns aus der Landtagsfraktion. „Die AfD belegt einmal mehr, wie tief der Rechtsextremismus in ihren Reihen verankert ist“, teilte SPD-Fraktionschef Julian Barlen mit. „Da sitzen keine sachorientierten Abgeordneten, die das Leben der Menschen in MV verbessern wollen. Da sitzen Rechtsextremisten, die sich im Parlament ganz bewusst als solche zu erkennen geben.“
Die AfD-Landtagsfraktion wies den Vorwurf als Spekulation zurück. Sie teilte auf Anfrage mit: „Für Herrn Thormann bedeutet die Geste schlicht: ‚Läuft‘.“ Auch andere Abgeordnete hätten diverse Gesten gezeigt, die ebenfalls nicht politisch einzuordnen, sondern lediglich als Grüße zu interpretieren seien. „Wir stellen hiermit noch mal klar, dass es sich für uns und für Herrn Thormann nicht um ein politisches Symbol handelt.“
Mehr über Tommy Thormann und seine Parteikollegen im Schweriner Landtag können Sie hier nachlesen:
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Kapern Linksextreme die Proteste in deutschen Großstädten?
Innenpolitiker und Polizeigewerkschaften warnen vor der Einflussnahme linksextremer Kräfte auf die für den 31. Oktober in neun deutschen Großstädten angekündigten Demonstrationen. Eine Organisation namens „Gen Z regelt das. Streiken wie die Jugend in Frankreich“ mobilisiert derzeit auf allen digitalen Kanälen intensiv für Proteste in Berlin, Köln, Frankfurt, Leipzig oder München. Bei der Initiative handelt es sich nach eigenen Angaben um einen überparteilichen Zusammenschluss junger Menschen. Die Initiatoren betonen jedoch, dass der Protest „ohne Ausnahme“ friedlich sein solle. Demonstriert werden soll für mehr Investitionen in Bildung und Gesundheit, bezahlbares Leben sowie die Abschaffung der Wehrpflicht.
Der Berliner Landesverband der Gewerkschaft der Polizei (GdP) warnte, man müsse „höllisch aufpassen, dass radikale Kräfte demokratischen Protest nicht wie in Frankreich für sich vereinnahmen“. Der Protest falle zudem in die Halloweennacht, in der „auf unseren Straßen eh gern mit Pyrotechnik hantiert wird“. Der hessische Innenminister Roman Poseck (CDU) sagte, die für den 31. Oktober geplanten Proteste würden bereits „auch aus dem linken Spektrum instrumentalisiert“.
Wie sich die Polizei in Frankfurt auf den 31. Oktober vorbereitet, hat mein Kollege Alexander Jürgs aufgeschrieben:
Der Berliner Landesverband der Gewerkschaft der Polizei (GdP) warnte, man müsse „höllisch aufpassen, dass radikale Kräfte demokratischen Protest nicht wie in Frankreich für sich vereinnahmen“. Der Protest falle zudem in die Halloweennacht, in der „auf unseren Straßen eh gern mit Pyrotechnik hantiert wird“. Der hessische Innenminister Roman Poseck (CDU) sagte, die für den 31. Oktober geplanten Proteste würden bereits „auch aus dem linken Spektrum instrumentalisiert“.
Wie sich die Polizei in Frankfurt auf den 31. Oktober vorbereitet, hat mein Kollege Alexander Jürgs aufgeschrieben:
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Niedersachsens AfD-Chef Schledde in Zusammenhang mit Parteispenden angeklagt
Der niedersächsische AfD-Chef Ansgar Schledde soll gegen das Parteiengesetz verstoßen haben. Die Staatsanwaltschaft Hannover erhob deshalb nach Angaben vom Mittwoch Anklage gegen den 49-Jährigen. Sie wirft ihm vor, als Spenden einzustufende Zahlungen in Höhe von knapp 45.000 Euro nicht sofort weitergeleitet zu haben. Zudem habe er im Rechenschaftsbericht der Bundes-AfD falsche Angaben zur Höhe der Spenden an den Landesverband erwirkt. Konkret geht es um 113 mutmaßliche Fälle aus den Jahren 2020 bis 2022. Schledde soll in seiner weiteren Funktion als Vorsitzender des Kreisverbands Ems-Vechte die Zahlungen „vereinnahmt und nicht unverzüglich an ein für Finanzangelegenheiten von der Partei satzungsmäßig bestimmtes Vorstandsmitglied weitergeleitet“ haben, wie die Anklagebehörde ausführte.
Die falschen Angaben zur Spendenhöhe habe er deswegen im Rechenschaftsbericht vom November 2022 veranlasst, der an den Bundestag ging. Das Landgericht Hannover muss nun entscheiden, ob es die Anklage zulässt und einen Gerichtsprozess gegen Schledde beginnt. Die Anklage wurde den Angaben nach bereits am 6. Oktober erhoben. Im September hatte der Landtag Schleddes Immunität aufgehoben. Die Staatsanwaltschaft verwies darauf, dass die Unschuldsvermutung gilt. Schledde selbst wies die Vorwürfe „in Gänze und entschieden“ zurück. „Ich habe mich stets an Recht und Gesetz gehalten und werde das auch weiterhin tun“, erklärte er.
Die falschen Angaben zur Spendenhöhe habe er deswegen im Rechenschaftsbericht vom November 2022 veranlasst, der an den Bundestag ging. Das Landgericht Hannover muss nun entscheiden, ob es die Anklage zulässt und einen Gerichtsprozess gegen Schledde beginnt. Die Anklage wurde den Angaben nach bereits am 6. Oktober erhoben. Im September hatte der Landtag Schleddes Immunität aufgehoben. Die Staatsanwaltschaft verwies darauf, dass die Unschuldsvermutung gilt. Schledde selbst wies die Vorwürfe „in Gänze und entschieden“ zurück. „Ich habe mich stets an Recht und Gesetz gehalten und werde das auch weiterhin tun“, erklärte er.
Die Ermittlungen laufen schon seit Jahren. Im April 2024 waren die Landesgeschäftsstelle der niedersächsischen AfD und Räume eines AfD-Kreisverbands in Hannover durchsucht worden. Es ist nicht das erste Mal, dass Schledde in die Schlagzeilen gerät. Ein früherer Parteifreund erhob Korruptionsvorwürfe gegen ihn. Ein Prozess vor dem Oberlandesgericht Celle ging jedoch im vergangenen Jahr zugunsten von Schledde aus, der frühere AfD-Politiker darf die Vorwürfe nicht wiederholen.
Schledde sitzt seit 2022 im Landtag, er ist dort auch stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Bei den Kommunalwahlen in Niedersachsen im September hatte die AfD ihr Ergebnis verdreifacht und war drittstärkste Kraft geworden.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Tabaksteuererhöhung tritt wegen Formulierungsfehler formal früher als geplant in Kraft
Aufgrund einer Formulierungspanne im Gesetzestext ist die Tabaksteuer zumindest auf dem Papier schon vorzeitig massiv angestiegen. „Es ist ein technischer Fehler in Bezug auf das Datum des Inkrafttretens in den Unterlagen passiert“, erklärte dazu am Mittwoch ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP. Eine Berichtigung sei bereits angestoßen worden, finanzielle Folgen solle der Fehler nicht haben.
Nach der erklärten Absicht von Regierung und Bundestag soll die Tabaksteuer ab Anfang 2027 schrittweise massiv ansteigen. Bis zum Jahr 2030 soll sich der Durchschnittspreis für eine Schachtel mit 20 Zigaretten um fast vier Euro auf dann knapp zwölf Euro verteuern. Die Koalition begründet dies mit dem Schutz der öffentlichen Gesundheit sowie den hohen Kosten für das Gesundheitssystem durch Rauchererkrankungen.
Lesen Sie hier, wie das Bundesfinanzministerium dafür sorgen will, dass die Steuererhöhung faktisch doch erst ab 2027 wirksam werden soll:
Nach der erklärten Absicht von Regierung und Bundestag soll die Tabaksteuer ab Anfang 2027 schrittweise massiv ansteigen. Bis zum Jahr 2030 soll sich der Durchschnittspreis für eine Schachtel mit 20 Zigaretten um fast vier Euro auf dann knapp zwölf Euro verteuern. Die Koalition begründet dies mit dem Schutz der öffentlichen Gesundheit sowie den hohen Kosten für das Gesundheitssystem durch Rauchererkrankungen.
Lesen Sie hier, wie das Bundesfinanzministerium dafür sorgen will, dass die Steuererhöhung faktisch doch erst ab 2027 wirksam werden soll:
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Neue SPD-Fraktionschefin in Rheinland-Pfalz gewählt
Nach dem Wechsel von Alexander Schweitzer als neuer Bundesarbeitsminister nach Berlin hat die SPD im rheinland-pfälzischen Landtag in Mainz die Nachfolgefrage geklärt. Die Fraktion der Sozialdemokraten wählte nach eigenen Angaben am Mittwoch die Abgeordnete Jaqueline Rauschkolb zur Vorsitzenden. Schweitzer hatte zuvor seit Mai als SPD-Fraktionschef im Landesparlament amtiert.
Die 39 Jahre alt Rauschkolb sitzt seit 2014 im Landtag und ist eine der Vizepräsidentinnen des Parlaments. Schweitzer war Ministerpräsident, wechselte nach der Niederlage seiner Partei bei der Landtagswahl im März aber als Oppositionspolitiker ins Parlament und wurde Chef der SPD-Fraktion. Das Amt hatte er zuvor schon von 2014 bis 2021 bekleidet. Nach dem Rücktritt der bisherigen Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) in der vorigen Woche wurde er ihr Nachfolger im Bundeskabinett.
Die rheinland-pfälzische SPD nominierte Schweitzer am Dienstagabend zudem als neuen Landesvorsitzenden. Dieses Amt hatte er bereits im Mai kommissarisch übernommen, nachdem die bisherige Vorsitzende Sabine Bätzing-Lichtenthäler zurückgetreten und ins rheinland-pfälzische Arbeitsministerium gewechselt war. Ein neuer Vorsitz soll auf dem nächsten SPD-Landesparteitag im kommenden Jahr gewählt werden.
Die 39 Jahre alt Rauschkolb sitzt seit 2014 im Landtag und ist eine der Vizepräsidentinnen des Parlaments. Schweitzer war Ministerpräsident, wechselte nach der Niederlage seiner Partei bei der Landtagswahl im März aber als Oppositionspolitiker ins Parlament und wurde Chef der SPD-Fraktion. Das Amt hatte er zuvor schon von 2014 bis 2021 bekleidet. Nach dem Rücktritt der bisherigen Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) in der vorigen Woche wurde er ihr Nachfolger im Bundeskabinett.
Die rheinland-pfälzische SPD nominierte Schweitzer am Dienstagabend zudem als neuen Landesvorsitzenden. Dieses Amt hatte er bereits im Mai kommissarisch übernommen, nachdem die bisherige Vorsitzende Sabine Bätzing-Lichtenthäler zurückgetreten und ins rheinland-pfälzische Arbeitsministerium gewechselt war. Ein neuer Vorsitz soll auf dem nächsten SPD-Landesparteitag im kommenden Jahr gewählt werden.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Merz gibt sich optimistisch bei Rentenreform
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich ungeachtet aller Debatten optimistisch mit Blick auf eine Einigung in der Regierung über die geplante Rentenreform geäußert. „Ich bin sicher, wir werden eine Lösung haben“, sagte Merz am Mittwoch auf dem Forum „Global Dialogue“ in Berlin. Er hoffe sehr, dass es dazu bis Ende des Jahres einen Beschluss der Regierung geben werde. „Wir brauchen eine Rentenreform“, betonte Merz mit Blick auf das Problem der alternden Gesellschaft. Sobald es dazu eine Entscheidung der Regierung gebe, solle daher rasch im Parlament weiter darüber beraten werden.
Den Konflikt mit der SPD über ein Aus für den vorzeitigen Rentenbeginn für Menschen mit mindestens 40 Versicherungsjahren relativierte Merz. „Das ist nicht die Schlüsselfrage“, sagte der Kanzler. Viel wichtiger sei für ihn die Einführung kapitalbasierter Elemente in das gesetzliche Rentensystem. Merz betonte abermals generell die aus seiner Sicht große Bedeutung der Sozialreformen der Regierung. Es gehe darum, bei den Sozialversicherungen übergroße Lasten zu vermeiden, auch um die deutsche Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Dazu gehöre auch „die Modernisierung des Arbeitsmarktes“, sagte er weiter.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Ex-Bundespräsident Wulff ruft CDU zur Abgrenzung nach rechts auf
Der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff hat die CDU zur Abgrenzung nach rechts aufgerufen. In Richtung der bei einer Preisverleihung in Frankfurt anwesenden CDU-Abgeordneten sagte er, die Zukunft des Landes hänge davon ab, wie sich „die rechte demokratische Mitte zum Rechtsextremismus“ verhalte. Es hänge davon ab, ob sie sich in die Nähe des Rechtsextremismus begebe, deren Themen aufgreife oder „ob sie sie zu Wasser, zu Lande, zu Luft“ bekämpfe.
In seiner niedersächsischen Heimatgemeinde Burgwedel habe die CDU-Bürgermeisterin bei der Wahl gut abgeschnitten, genauso die Oberbürgermeisterin in Osnabrück. „Wir waren noch Donnerstag vor der Wahl in der Moschee“, sagte Wulff. „Man kann integrativ, inklusiv arbeiten und dafür Erfolge erleben. Wenn man das nicht erkennt, wird man auch keinen Erfolg haben.“ Er hoffe, dass das einige, „die das nicht zu begreifen scheinen“, irgendwann verstehen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Berliner Datenschutzbeauftragte: Wahlwerbung mit Microtargeting war rechtswidrig
Die Berliner Datenschutzbeauftragte hat den Parteien CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke den Einsatz von sogenanntem politischen Microtargeting während des Wahlkampfs zur Bundestagswahl 2021 als rechtswidrig vorgehalten. Nach einem Bescheid, der der Deutschen Presse-Agentur vorlag, sprach die Behörde Rügen und Verwarnungen gegen die Parteien aus. Die Beschwerde gegen die umstrittene Werbemethode war von der europäischen Datenschutzorganisation Noyb unterstützt worden.
Nach Feststellung der Berliner Datenschutzbeauftragten verstießen die vier Parteien gegen die Bestimmungen der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), indem sie sensible Daten über die vermuteten politischen Interessen von Online-Nutzern verarbeiteten, um zielgerichtete Wahlwerbung – beispielsweise auf Facebook – auszuspielen. Für eine solche Verarbeitung habe es keine ausreichende Rechtsgrundlage wie etwa eine ausdrückliche Einwilligung der Betroffenen gegeben.
Beim sogenannten Microtargeting erstellen Online-Plattformen detaillierte Nutzerprofile auf Basis von Interessen, Gewohnheiten und Interaktionen. Parteien nutzen diese Daten, um maßgeschneiderte Botschaften an eng abgegrenzte Personengruppen zu senden. Die Aufsichtsbehörde sieht in diesem Vorgehen eine unzulässige Verarbeitung personenbezogener Daten.
Auslöser des Verfahrens waren Recherchen des ZDF Magazin Royale aus dem Jahr 2021. Die Redaktion hatte damals mit Hilfe einer Browser-Erweiterung Daten über geschaltete Wahlwerbung gesammelt. Auf dieser Grundlage reichte die Datenschutzorganisation Noyb aus Wien im März 2023 konkrete Beschwerden im Namen betroffener Bürgerinnen und Bürger bei der Berliner Behörde ein.
Datenschutzjurist Felix Mikolasch von Noyb begrüßte die Entscheidung: „Politisches Microtargeting stellt eine reale Gefahr für unsere Demokratie dar. Diese Entscheidungen sorgen deshalb für gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle politischen Parteien.“ Noyb-Gründer Max Schrems betonte, dass es bei dem Verfahren primär um die Einhaltung der Regeln für künftige Wahlkämpfe gehe.
Das Verfahren gegen die AfD ist noch nicht abgeschlossen. Die Partei hatte versucht, die Ermittlungsbefugnisse der Berliner Datenschutzbehörde gerichtlich anzufechten. Das Verwaltungsgericht Berlin entschied nach Angaben von Noyb jedoch, dass die AfD der Behörde die geforderten Auskünfte erteilen muss.
Die Entscheidungen der Aufsichtsbehörde ergingen zwar bereits am 24. September 2026, wurden den Beteiligten nach Angaben von Noyb jedoch erst Mitte Oktober zugestellt. Bußgelder wurden gegen die Parteien nicht verhängt; es verblieb bei förmlichen Verwarnungen beziehungsweise Rügen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Vanessa Angermann
Nach Ministeriumspatzer: Gesetz tritt aus Versehen in Kraft
Nach einem Fehler des Bundesfinanzministeriums ist eine gesetzliche Regelung, die zu deutlich höheren Zigarettenpreisen führen wird, aus Versehen schon heute in Kraft getreten. Im Bundesgesetzblatt war das Tabaksteuer-Gesetz am Dienstag veröffentlicht worden mit dem Hinweis, dass es am Folgetag in Kraft tritt – also am Mittwoch.
Auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur räumte das Bundesfinanzministerium allerdings ein, dass die höheren Steuersätze eigentlich erst zum 1. Januar 2027 in Kraft treten sollten: „Es ist ein technischer Fehler in Bezug auf das Datum des Inkrafttretens in den Unterlagen passiert.“ Man habe eine Berichtigung angestoßen. Für Raucher dürfte sich durch den Patzer und die folgende Korrektur Branchenbeobachtern zufolge allerdings nichts ändern.
Laut dem nun in Kraft getretenen Gesetz müssen Tabakhersteller in Deutschland weit mehr Steuern zahlen als zuvor. Das aber können sie gar nicht, weil die dafür nötigen Steuerzeichen nicht vorhanden sind.
Auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur räumte das Bundesfinanzministerium allerdings ein, dass die höheren Steuersätze eigentlich erst zum 1. Januar 2027 in Kraft treten sollten: „Es ist ein technischer Fehler in Bezug auf das Datum des Inkrafttretens in den Unterlagen passiert.“ Man habe eine Berichtigung angestoßen. Für Raucher dürfte sich durch den Patzer und die folgende Korrektur Branchenbeobachtern zufolge allerdings nichts ändern.
Laut dem nun in Kraft getretenen Gesetz müssen Tabakhersteller in Deutschland weit mehr Steuern zahlen als zuvor. Das aber können sie gar nicht, weil die dafür nötigen Steuerzeichen nicht vorhanden sind.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Vanessa Angermann
Beck: Agieren von Grünen und SPD in Berlin „unverständlich“
Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Volker Beck, hat Grüne und SPD scharf für Pläne zu Koalitionsgesprächen in der Hauptstadt kritisiert. „Es ist völlig unverständlich, dass sich Grüne und SPD für eine Koalition mit dieser Berliner Linkspartei hergeben, bei der Antisemitismus nicht eine Randerscheinung ist, sondern Antizionismus vielmehr Teil des Erfolgsrezepts ist“, sagte der frühere Grünen-Politiker der „Augsburger Allgemeinen“. „Zwei Parteien der demokratischen Mitte ignorieren damit schlichtweg die Sorgen in der jüdischen Bevölkerung“, kritisierte Beck.
Er bezog sich dabei insbesondere auf die Berliner Linken-Abgeordnete Vanessa Emde. „Die Aussagen von Vanessa Emde sind unsäglich, sie will Israels Existenz in Frage stellen und delegitimieren“, warf Beck der Linken-Politikerin vor. „Sie steht nicht allein, sondern repräsentiert die antizionistische Strömung, die in den letzten Jahren zu Tausenden in die Linken eingetreten ist.“ Er kritisierte zudem: „Bei der Berliner Linken hat keine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Judenhass und Antizionismus in den eigenen Reihen stattgefunden.“
Er bezog sich dabei insbesondere auf die Berliner Linken-Abgeordnete Vanessa Emde. „Die Aussagen von Vanessa Emde sind unsäglich, sie will Israels Existenz in Frage stellen und delegitimieren“, warf Beck der Linken-Politikerin vor. „Sie steht nicht allein, sondern repräsentiert die antizionistische Strömung, die in den letzten Jahren zu Tausenden in die Linken eingetreten ist.“ Er kritisierte zudem: „Bei der Berliner Linken hat keine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Judenhass und Antizionismus in den eigenen Reihen stattgefunden.“
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen






