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NPD-Ortsvorsteher in Hessen : Ein netter Kerl

  • -Aktualisiert am

Ortsvorsteher der Gemeinde Altenstadt-Waldsiedlung: Stefan Jagsch findet sich damit ab, dass Hitler tot ist. Bild: Livia Gerster

In einem Dorf wird ein NPD-Mann zum Ortsvorsteher gewählt. Die Aufregung ist groß, im Ort selbst findet man das nur halb so wild. Eindrücke aus Altenstadt-Waldsiedlung.

          9 Min.

          Klaus Dietrich von der FDP wollte nicht mehr Ortsvorsteher in der Waldsiedlung sein. Zu viel Arbeit, zu wenig Einfluss innerhalb der Gemeinde, des hessischen Altenstadt. Acht Wochen ist das jetzt her. Bemerkt hat es kaum einer. Umso mehr aufgefallen ist dann, dass es seit dem 5. September einen neuen Ortsvorsteher gibt: Stefan Jagsch von der NPD. Die Mitglieder des Ortsbeirats haben ihn einstimmig gewählt. Demokraten von CDU, SPD und FDP.

          Livia Gerster

          Redakteurin in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Erst haben sie noch versucht, sich zu erklären: Es habe eben keinen anderen gegeben. Jagsch sei jung, kenne sich mit Computern aus. Alles sei sehr schnell gegangen. Als aber plötzlich auch die „New York Times“ berichtete, sagten die Ortsbeiräte gar nichts mehr. Jagsch soll in den nächsten zwei Wochen wieder abgewählt werden. Alle haben den Antrag unterschrieben. Doch Vorgänger Dietrich spricht von einer „Hexenjagd“ auf die Ortsbeiräte.

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