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Potsdamer Konferenz : Ein Land – viele Zonen

Der britische Premierminister Winston Churchill, der amerikanische Präsident Harry S. Truman und der sowjetische Diktator Josef Stalin reichen sich während der Postdamer Konferenz vor Schloß Cecilienhof die Hände. Bild: dpa

Obwohl das Deutsche Reich schon kapituliert hatte, war es die letzte „Kriegskonferenz“ der alliierten Siegermächte. In Potsdam entschieden Truman, Churchill und Stalin über das zukünftige Deutschland. Teil eins unserer Serie „Stationen – Deutschland seit 1945“.

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          Die Veranstaltung fand vor den Toren der „Reichshauptstadt“, im Potsdamer Schloss Cecilienhof, statt. Aber für die Teilnehmer war sie die „Berliner Konferenz“. Zwischen dem 17. Juli und dem 2. August 1945 entschieden Vertreter der Vereinigten Staaten, Großbritanniens und der Sowjetunion über die Zukunft des besiegten Deutschlands. Obwohl sich Harry S. Truman, Winston Churchill und Josef Stalin zwei Monate nach der Kapitulation Deutschlands versammelten, gilt die Zusammenkunft als die letzte der Kriegskonferenzen der Alliierten. Zu diesem Zeitpunkt hatte Japan noch nicht kapituliert. Trotzdem symbolisierte Potsdam den Sieg der „großen Drei“. Immerhin fand die Konferenz in der Nähe des politischen Zentrums des einstmals gefährlichsten Gegners statt.

          Peter Sturm

          Redakteur in der Politik, zuständig für „Politische Bücher“.

          Stalin war so etwas wie der Gastgeber. Erstens fand die Konferenz in „seiner“ Besatzungszone Deutschlands statt. Zweitens war er auf dem Höhepunkt seiner Macht. Churchill befand sich dagegen mitten im Wahlkampf und musste nach dem Wahlsieg der Labour Party in der Schlussphase der Konferenz seinen Platz für Clement Attlee räumen. Und Truman war erst wenige Monate im Amt. Er hatte im April den verstorbenen Franklin D. Roosevelt beerbt.

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