Deutsche Außenpolitik :
BRIC - ohne D

Klaus-Dieter Frankenberger
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Deutschland ist kein fünftes BRIC-Land, selbst wenn es sich manchmal so gebärdet. Unsere wahren strategischen Partner sind unsere westlich-demokratischen Verbündeten.

BRIC - das Kürzel steht für Brasilien, Russland, Indien und China, für die Länder, die nach populärer Lesart künftig eine sehr wichtige Rolle in der Weltpolitik spielen. Zufällig sind das auch die Länder, die sich im UN-Sicherheitsrat bei der entscheidenden Libyen-Abstimmung der Stimme enthielten. Wie Deutschland.

Aber Deutschland ist kein fünftes BRIC-Land, selbst wenn es sich manchmal so gebärdet oder, im Urteil anderer, so zu gebärden scheint. Deutschland ist Kernbestandteil der atlantischen Gemeinschaft: der Union der Europäer und der Nato. Die Bundesregierung muss daran eigentlich nicht erinnert werden, es ist selbstverständlich. Dass sie aber doch daran erinnert wird, hängt auch mit dem Getue von „strategischen Partnerschaften“ zusammen; da haben die Außenpolitiker Klose und Polenz ganz recht.

Es ist eine Sache, zu nichtdemokratischen Ländern und Großmächten in spe stabile Beziehungen zu unterhalten, eine andere, diese Beziehungen partout „strategisch“ zu überhöhen. Unsere wahren strategischen Partner sind unsere westlich-demokratischen Verbündeten. Nach wie vor.