Maaßen und Sarrazin : Wahlkampf der alten Männer

In Suhl diskutiert CDU-Kandidat Hans-Georg Maaßen mit dem früheren SPD-Mitglied Thilo Sarrazin. Dabei geht es weniger um Inhalte und vielmehr um die persönliche Kränkung der beiden.
Es ist kurz vor Ende des Abends, als ein Zuschauer die Frage stellt, die einen zurück auf den Boden der Tatsachen holt: Ob denn Herr Maaßen heute nochmal in die CDU eintreten würde? Im Verlauf der vergangenen zwei Stunden war der Eindruck immer stärker geworden, hier im Suhler Kongresszentrum bei allem zu sein, nur keinesfalls bei einer Wahlkampfveranstaltung der Union. Ein Parteilogo ist ohnehin nirgends zu sehen, nur zwei Aufsteller mit Maaßens Konterfei. Die Veranstaltung wiederum war kurzfristig, und, wie der Meininger CDU-Kreisvorsitzende Ralf Liebaug sagt, „aus Sicherheitsgründen“ vom Volkshaus in Meiningen nach Suhl verlegt worden. Was in Meiningen eine Reihe Menschen enttäuscht vor dem Volkshaus stehen ließ. Statt Maaßen und Sarrazin sahen sie sich vor verschlossenen Türen Mitstreitern des Bündnisses „Meiningen ist bunt“ gegenüber, die Plakate mit Aufschriften wie „Wir lassen uns die Demokratie nicht nehmen!“, „Maaßen – Parteiausschluss“ sowie „Deutschland schafft sich derMaaßen ab!“ mitgebracht hatten.




