Acht Dollar im Monat : UN kürzt Essensrationen für Rohingya

Obwohl schon jetzt viele Kinder unterernährt sind, gibt es ab Juni noch weniger für die Flüchtlinge in Bangladesch. Die Lücke in der Finanzierung sei „skandalös“, sagt der UN-Sonderberichterstatter.
In den Flüchtlingslagern im Osten Bangladeschs reihen sich die Hütten und Zelte kilometerweit aneinander. Rund eine Million Rohingya haben hier vor der Militärgewalt in ihrer Heimat Myanmar Zuflucht gesucht. „Ich war geschockt von dem, was ich dort sah“, berichtete der UN-Sonderberichterstatter zu extremer Armut, Olivier De Schutter, Anfang der Woche auf einer Pressekonferenz nach einem Besuch in den Rohingya-Lagern. „Diese Menschen sind heute vollständig von humanitärer Unterstützung abhängig.“ Im mehrheitlich buddhistischen Myanmar ist die muslimische Bevölkerungsgruppe der Verfolgung ausgesetzt. Die Mehrheit unter ihnen lebt seit fast sechs Jahren unter prekären Bedingungen in dem weltweit größten Flüchtlingslager Kutupalong.


