Türkei und der Kurdenkonflikt : Der Griff der Adlerkralle

Nach der Verschleppung mehrerer Türken durch die PKK war Ankara lange untätig. Nun heizt eine gescheiterte Aktion zu ihrer Befreiung die Spannungen an. Das führt zu Verstimmungen im Verhältnis mit den Vereinigten Staaten.
Mit dem Tod von 13 türkischen Staatsbürgern, die in den Jahren 2015 bis 2017 von der PKK entführt und verschleppt worden waren, droht der Türkei ein Wiederaufflammen des Kurdenkonflikts. Denn die türkische Führung beschuldigt die prokurdische Partei HDP der Komplizenschaft mit der PKK. Der Vorsitzende der nationalistischen MHP, Devlet Bahceli, forderte schon einen härteres Vorgehen im Kampf gegen den Terrorismus und ein Verbot der HDP, der drittgrößten Fraktion im türkischen Parlament. Der angesehene Militärfachmann Metin Gürcan fürchtet eine Wiederholung des blutigen zweiten Halbjahres 2015, in dem es zahlreiche Terroranschläge gegeben hatte.
Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €
Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €
- Mit einem Klick online kündbar





