Spanier und Portugiesen : Ein Herz für Griechenland

Den beiden konservativen Regierungschefs in Spanien und Portugal steht das Wasser bis zum Hals. Sie gehören zu den schärfsten Kritikern der griechischen Regierung. In der Bevölkerung der Iberischen Halbinsel will aber keine Empörung aufkommen.
Die Schlagzeilen, die Fernsehnachrichten sowie die Gespräche in Bars wurden in der vergangenen Woche auch in Spanien und Portugal vom „Grexit“ beherrscht. Doch anders als im europäischen Norden, wo ständig von Spielregeln und Gerechtigkeit die Rede war, wollte im Süden keine Empörung aufkommen. Beide Länder haben selbst ein ziemlich intaktes Feindbild namens Troika. Dass diese erst Portugal mit 78 Milliarden Stütze vor dem Staatsbankrott retten musste und hernach die maroden spanischen Banken mit einer Kreditspritze von 42 Milliarden, hat nicht zu einem Gefühl ewiger Dankbarkeit geführt - im Gegenteil.





