Griechenland vor der Wahl : Warum gescheitert?

Vor vier Jahren wollte Alexis Tsipras Griechenland und am liebsten gleich die ganze Eurozone revolutionieren. Die Bilanz einer sehr kurzen Ära.
Als er die Bühne der griechischen und der europäischen Politik betrat, tat er das mit einem lauten Knall: Nachdem Alexis Tsipras im Januar 2015 die Parlamentswahl gewonnen hatte und Ministerpräsident Griechenlands geworden war, bot seine Regierung Europa und der Finanzwelt über sechs Monate hinweg ein Schauspiel, das man bis dahin noch nicht erlebt hatte. Unter der Regie von Tsipras und seinem divenhaften Finanzminister-Darsteller Giannis Varoufakis nahm das heillos überschuldete Griechenland einen amateurhaft geführten Kampf gegen alle anderen Mitglieder der Eurozone auf. Tsipras hatte im Wahlkampf versprochen, das Land werde seine Schulden nicht mehr anerkennen, aber dennoch in der Eurozone bleiben können.
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