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Griechenland vor der Wahl : Warum gescheitert?

Schön ist immerhin die Aussicht: Mühsam arbeitet sich Griechenland aus der Krise - in Athen mit Investitionen in den Tourismus. Bild: AFP

Vor vier Jahren wollte Alexis Tsipras Griechenland und am liebsten gleich die ganze Eurozone revolutionieren. Die Bilanz einer sehr kurzen Ära.

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          Als er die Bühne der griechischen und der europäischen Politik betrat, tat er das mit einem lauten Knall: Nachdem Alexis Tsipras im Januar 2015 die Parlamentswahl gewonnen hatte und Ministerpräsident Griechenlands geworden war, bot seine Regierung Europa und der Finanzwelt über sechs Monate hinweg ein Schauspiel, das man bis dahin noch nicht erlebt hatte. Unter der Regie von Tsipras und seinem divenhaften Finanzminister-Darsteller Giannis Varoufakis nahm das heillos überschuldete Griechenland einen amateurhaft geführten Kampf gegen alle anderen Mitglieder der Eurozone auf. Tsipras hatte im Wahlkampf versprochen, das Land werde seine Schulden nicht mehr anerkennen, aber dennoch in der Eurozone bleiben können.

          Michael Martens
          Korrespondent für südosteuropäische Länder mit Sitz in Wien.

          Das Unterfangen scheiterte auf ganzer Linie. Stattdessen verprellte insbesondere Varoufakis durch eine Art Vertrauensbruch in Permanenz selbst die wenigen südeuropäischen Verbündeten, auf die Athen unter anderen Umständen vielleicht hätte zählen können. Als das Scheitern dieser Politik offenkundig wurde, trennte Tsipras sich von Varoufakis und ließ für September 2015 kurzentschlossen vorgezogene Neuwahlen ansetzen, die er noch einmal knapp gewann. Danach jedoch ging es stetig bergab mit seiner Popularität. Der Endpunkt dürfte am 7. Juli erreicht sein, wenn in Griechenland ein neues Parlament gewählt wird. Aller Voraussicht nach werden der Ministerpräsident und sein „Bündnis der radikalen Linken“, kurz Syriza genannt, die Wahlen nämlich deutlich verlieren.

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