Geschlossene Grenzen :
Pyrrhussieg der Corona-Musterschüler

Von
Heribert Dieter
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Versiegelt: Nur eigene Staatsbürger dürfen wie hier am Flughafen Brisbane nach Australien einreisen.
Versiegelt: Nur eigene Staatsbürger dürfen wie hier am Flughafen Brisbane nach Australien einreisen.EPA

Taiwan, Hongkong, Australien und Neuseeland haben das Virus mit am besten bezwungen. Um den Erfolg zu sichern, schotten sich die Länder ab. Genau das könnte ihre Volkswirtschaften in den Abgrund treiben. Ein Gastbeitrag.

Das Coronavirus hat auch offene Gesellschaften zu Schließungen bewogen. Die meisten Länder haben die Freizügigkeit im Inland eingeschränkt und sich radikal abgekoppelt; Grenzen durften nur noch für unbedingt notwendige Reisen überschritten werden. Wann aber können solche Beschränkungen aufgehoben werden? Die Antwort ist besonders schwierig für die Spitzenreiter, die die Ausbreitung des Coronavirus sehr wirksam bekämpft haben. Denn für ihre Volkswirtschaften erweist sich der Erfolg als Pyrrhussieg: Andauernde Grenzschließungen dürften ihnen gravierenden, vermutlich irreversiblen Schaden zufügen. Ausgerechnet die Musterländer könnten gar am Beginn eines verlorenen Jahrzehnts stehen.

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