Nach Attentat im Elsass : Frankreich macht Algerien schwere Vorwürfe

Frankreich erhöht den Druck und macht Algerien dafür verantwortlich, dass der Attentäter in in Mulhouse nicht abgeschoben werden konnte. Doch die Beziehungen sind schon seit Monaten zerrüttet.
Die Konfrontation zwischen Frankreich und Algerien verschärft sich. Nach dem tödlichen Messerangriff eines ausreisepflichtigen Algeriers im Elsass stellt die Regierung in Paris das französisch-algerische Abkommen aus dem Jahr 1968 infrage. Premierminister François Bayrou macht die algerischen Behörden dafür verantwortlich, dass der Angreifer nicht in sein Heimatland abgeschoben werden konnte; 14-mal habe man vergeblich in Algier darum gebeten. Die Weigerung, ausreisepflichtige Algerier zurückzunehmen, sei „ein direkter Angriff“ auf die Vereinbarungen mit Algerien, die man nun überprüfen werde.
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