Liveticker Papst Leo XIV. : Amtseinführung von Papst Leo XIV. am 18. Mai
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Der neu gewählte Papst Leo XIV. verlässt nach der Konzelebration mit dem Kardinalskollegium die Sixtinische Kapelle im Vatikan.dpa
Rehlinger sieht Leo XIV. als Vertreter des liberalen Amerikas +++ Leo XIV. hält seine erste Messe am Freitag +++ Trump gratuliert Robert Prevost +++ Leo XIV. ruft zum Bau von Brücken durch Dialog auf +++ alle Entwicklungen im Liveblog
Der frisch gewählte Papst Leo XIV. wird am 18. Mai offiziell als Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche in sein Amt eingeführt. Das teilte der Vatikan am Freitag mit. Der feierliche Gottesdienst soll um 10 Uhr auf dem Petersplatz stattfinden. Wie bei seinen Vorgängern dürften mehrere Dutzend Staats- und Regierungschefs sowie Hunderttausende Pilger und Touristen aus aller Welt anreisen. Bei einer Zeremonie in Rom erhält Leo zuvor die päpstlichen Insignien: das wollene Pallium und den Fischerring. Die erste der wöchentlichen Generalaudienzen ist demnach für den 21. Mai geplant.
Robert Francis Prevost (69) war am Donnerstag zum Oberhaupt von rund 1,4 Milliarden Katholiken weltweit gewählt worden. Der langjährige Leiter des Augustinerordens ist der erste gebürtige US-Amerikaner im Papstamt, zusätzlich hat er die peruanische Staatsbürgerschaft. Unter seinem Vorgänger Franziskus leitete er die Vatikanbehörde für Bischöfe, quasi die Personalabteilung der katholischen Weltkirche.
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Fabian Drahmoune
Der deutsche Kardinal Gerhard Ludwig Müller hat nach der Wahl des neuen Papstes Leo XIV. aus den USA Hoffnung auf Frieden in den Konfliktregionen rund um die Welt geäußert. „Das Konklave ist sehr harmonisch verlaufen. Die Wirklichkeit ist immer anders als im Film", erklärte der frühere Präfekt der Vatikan-Glaubenskongregation. Der 77-Jährige war einer von drei deutschen Kardinälen, die bei der Wahl des US-Amerikaners Robert Francis Prevost zum Nachfolger von Papst Franziskus dabei waren.
„Hoffen wir (...), dass mit Hilfe der moralischen Autorität des Papsttums der Friede Gottes in die Herzen der Menschen einkehrt und Hass und Krieg auf der Welt überwunden werden", heißt es in der Erklärung weiter. Ziel müsse die Überwindung der „Spaltungen in der Christenheit und der Spannungen" sein. „Alle Christen und Menschen guten Willens mögen Papst Leo XIV. mit ihrem Gebet begleiten, damit sein Pontifikat der Kirche und der Welt zum Segen gereicht", so Müller.
„Hoffen wir (...), dass mit Hilfe der moralischen Autorität des Papsttums der Friede Gottes in die Herzen der Menschen einkehrt und Hass und Krieg auf der Welt überwunden werden", heißt es in der Erklärung weiter. Ziel müsse die Überwindung der „Spaltungen in der Christenheit und der Spannungen" sein. „Alle Christen und Menschen guten Willens mögen Papst Leo XIV. mit ihrem Gebet begleiten, damit sein Pontifikat der Kirche und der Welt zum Segen gereicht", so Müller.
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Fabian Drahmoune
Der neue Papst Leo XIV. hat vor den Gefahren Künstlicher Intelligenz (KI) gewarnt. Bei einer Versammlung mit Kardinälen im Vatikan bezeichnete der erste Pontifex aus den Vereinigten Staaten KI als eine der größten Herausforderungen der nächsten Jahre „für die Verteidigung der Menschenwürde, der Gerechtigkeit und der Arbeit". Leo sprach sich auch dafür aus, den Weg seines verstorbenen Vorgängers Franziskus fortzusetzen.
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Fabian Drahmoune
Der neugewählte Papst Leo XIV. wird sich am Sonntag zum zweiten Mal auf dem Petersplatz der Öffentlichkeit zeigen. Dort hält der am Donnerstag zum neuen Pontifex gewählte US-Geistliche vom Fenster des Apostolischen Palastes aus das traditionelle Sonntagsgebet. Der wöchentliche Termin mit dem Regina-caeli-Gebet ist für den Papst traditionell eine Gelegenheit, um sich zu großen Themen des aktuellen Weltgeschehens zu äußern.
In seiner ersten Ansprache nach seiner Wahl hatte Leo XIV. am Donnerstagabend vom Balkon des Petersdoms aus vor zehntausenden jubelnden Gläubigen zum Frieden und zum Dialog aufgerufen. Einen Tag nach seiner Wahl beklagte er in seiner ersten Predigt das Streben nach „Macht und Vergnügen" und einen „Mangel an Glauben" in der heutigen Zeit. Am Sonntag kommender Woche wird auf dem Petersplatz die feierliche Inthronisierung des neuen katholischen Kirchenoberhaupts zelebriert.
In seiner ersten Ansprache nach seiner Wahl hatte Leo XIV. am Donnerstagabend vom Balkon des Petersdoms aus vor zehntausenden jubelnden Gläubigen zum Frieden und zum Dialog aufgerufen. Einen Tag nach seiner Wahl beklagte er in seiner ersten Predigt das Streben nach „Macht und Vergnügen" und einen „Mangel an Glauben" in der heutigen Zeit. Am Sonntag kommender Woche wird auf dem Petersplatz die feierliche Inthronisierung des neuen katholischen Kirchenoberhaupts zelebriert.
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Irem Yildirim

Der neue Papst Leo XIV. hat bei einem seiner ersten Wege außerhalb des Vatikans das Grab seines Vorgängers besucht: Der US-Amerikaner ließ sich in Rom in die Marienkirche Santa Maria Maggiore bringen, wo sich die letzte Ruhestätte des argentinischen Papstes Franziskus befindet. An dem Grab mit der einfachen Inschrift Franciscus, dem Namen auf Latein, betete er.
Der Besuch des neuen Papstes Leo XIV., mit bürgerlichem Namen Kardinal Robert Francis Prevost, wurde als privat deklariert. Der US-Amerikaner war noch als Kurienkardinal zusammen mit anderen Kardinälen bereits am Tag nach der Beerdigung in die Marienkirche gegangen.
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Vanessa Angermann
US-Vize J.D. Vance will den neuen Papst Leo XIV. nach eigenen Worten aus parteipolitischen Debatten heraushalten. „Ich versuche, das Spiel mit der Politisierung des Papstes nicht mitzuspielen“, sagte der Republikaner einem konservativen Radiomoderator im Interview. „Ich bin mir sicher, dass er viele Dinge sagen wird, die ich liebe. Ich bin mir sicher, dass er einige Dinge sagen wird, mit denen ich nicht einverstanden bin.“ Aber er werde dennoch für ihn beten. Die meisten Menschen würden nicht darüber nachdenken, ob der Papst ein Republikaner, ein Demokrat, ein Konservativer oder ein Liberaler ist.
Im Februar, noch als Kardinal, hatte Papst Leo dem Stellvertreter von US-Präsident Donald Trump öffentlich widersprochen. Der zum Katholizismus konvertierte Republikaner Vance hatte als „christliches Konzept“ ausgegeben, dass „man seine Familie liebt, dann seinen Nächsten, dann seine Gemeinschaft, dann seine Mitbürger, und danach den Rest der Welt“. Prevost teilte daraufhin auf der Plattform X einen Meinungsbeitrag mit der Aussage: „JD Vance liegt falsch: Jesus fordert uns nicht auf, unsere Liebe zu anderen abzustufen.“
Vance betonte nun: „Wir wissen nicht viel über ihn, aber ich wünsche ihm nur das Beste. Ich bin Katholik, er ist jetzt das Oberhaupt der katholischen Kirche.“ Prevosts Wahl zum Papst sei ein großer Moment für die Katholiken in den USA. Es sei alles andere als einfach, eine 2000 Jahre alte Institution in die politische Landschaft der Vereinigten Staaten von 2025 zu pressen, sagte Vance. „Ich versuche, das nicht zu tun.“
Im Februar, noch als Kardinal, hatte Papst Leo dem Stellvertreter von US-Präsident Donald Trump öffentlich widersprochen. Der zum Katholizismus konvertierte Republikaner Vance hatte als „christliches Konzept“ ausgegeben, dass „man seine Familie liebt, dann seinen Nächsten, dann seine Gemeinschaft, dann seine Mitbürger, und danach den Rest der Welt“. Prevost teilte daraufhin auf der Plattform X einen Meinungsbeitrag mit der Aussage: „JD Vance liegt falsch: Jesus fordert uns nicht auf, unsere Liebe zu anderen abzustufen.“
Vance betonte nun: „Wir wissen nicht viel über ihn, aber ich wünsche ihm nur das Beste. Ich bin Katholik, er ist jetzt das Oberhaupt der katholischen Kirche.“ Prevosts Wahl zum Papst sei ein großer Moment für die Katholiken in den USA. Es sei alles andere als einfach, eine 2000 Jahre alte Institution in die politische Landschaft der Vereinigten Staaten von 2025 zu pressen, sagte Vance. „Ich versuche, das nicht zu tun.“
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Vanessa Angermann
Der deutsche Kardinal Gerhard Ludwig Müller hat nach der Wahl des neuen Papstes Leo XIV. aus den USA Hoffnung auf Frieden in den Konfliktregionen rund um die Welt geäußert. „Das Konklave ist sehr harmonisch verlaufen. Die Wirklichkeit ist immer anders als im Film“, erklärte der frühere Präfekt der Vatikan-Glaubenskongregation. Der 77-Jährige war einer von drei deutschen Kardinälen, die bei der Wahl des US-Amerikaners Robert Francis Prevost zum Nachfolger von Papst Franziskus dabei waren.
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Der neue Papst Leo XIV. war ein Mitarbeiter von Franziskus. In der ersten Ansprache nach seiner Wahl hat er jedoch gezeigt, dass sein Pontifikat nicht einfach eine Fortsetzung wird, schreibt Thomas Jansen:
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Die Leiter und Mitarbeiter der römischen Kurie dürfen fürs Erste im Amt bleiben. Das entschied der neue Papst Leo XIV., wie der Vatikan am Freitag mitteilte. Auch die Sekretäre und Präsidenten der Päpstlichen Kommission für den Staat Vatikanstadt behalten zunächst ihre Posten. Der Heilige Vater plane vor einer endgültigen Ernennung oder Bestätigung eine Zeit für Reflexion, Gebet und Dialog, so die Mitteilung weiter.
Mit dem Tod von Papst Franziskus hatten die meisten Behördenleiter im Vatikan ihre Stellungen laut Kirchenrecht automatisch verloren. Üblicherweise bestätigt der neu gewählte Papst sie zu Beginn seiner neuen Amtszeit dann wieder „bis auf Weiteres“.
Robert Francis Prevost (69) war am Donnerstag zum Oberhaupt von rund 1,4 Milliarden Katholiken gewählt worden. Der frühere Leiter des Augustinerordens ist der erste gebürtige Amerikaner im Papstamt, zusätzlich hat er die peruanische Staatsbürgerschaft. Unter seinem Vorgänger Franziskus leitete der 69 Jahre alte Prevost die Vatikanbehörde für Bischöfe, quasi die Personalabteilung der katholischen Weltkirche. Diese Stelle wird er in jedem Fall neu besetzen müssen.
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Der ukrainisch-katholische Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk hat die ersten Worte von Papst Leo XIV. als Zeichen der Hoffnung für die Ukraine bezeichnet. Die Worte "Der Friede sei mit euch" seien für die "vom Krieg gezeichnete Ukraine ein Zeichen göttlicher Segnung", betonte Schewtschuk in einer Erklärung in Kiew (Donnerstagabend). Er sei überzeugt, dass der neue Papst für das ukrainische Volk ein Friedensbotschafter sein werde. Im Namen der Bischöfe, der Geistlichen und aller Gläubigen der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche übermittelte Schewtschuk seine Glückwünsche an den neuen Papst.
Auch die römisch-katholische Bischofskonferenz der Ukraine veröffentlichte noch am Wahlabend ein Glückwunschschreiben. Darin hoben sie das Papstamt als Dienst an der Einheit hervor. "Wir hoffen, dass der neue Papst Leo XIV. eine vereinigende Stimme der Kirche sein wird, die auf Christus als die einzige Quelle der Wahrheit, des Friedens und des Heils hinweist", erklärten die Bischöfe.
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Der Vorsitzende der US-Bischofskonferenz, Erzbischof Timothy Broglio, hat bleibende Differenzen zwischen dem neuen Papst Leo XIV. und US-Präsident Donald Trump vorausgesagt. "Ich bin sicher, er wird ein Mann des Evangeliums und der Kirche sein. Das wird ihn natürlich in einigen Fragen in Konflikt mit der derzeitigen Regierung bringen, vor allem in der Frage der Migration und der internationalen Hilfe", sagte Broglio der italienischen Tageszeitung "La Repubblica" (Freitag). Der Papst spreche aber immer als Seelsorger, so der US-Bischof weiter. "Und ich gehe davon aus, dass er versuchen wird, alles in einen globalen Kontext zu stellen." Leo XIV. werde über wesentliche Dinge sprechen, nicht über Nebensächlichkeiten.
Mit Blick auf die Katholiken in den USA sagte Broglio, er erwarte, dass sie dem neuen Papst mit großem Interesse zuhörten, obwohl viele von ihnen für Trump gestimmt hätte. "Viele haben Trump gewählt, um nicht Harris zu wählen, und das muss man auch berücksichtigen", erinnerte Broglio und fügte hinzu: "Ich stimme auch mit einigen Dingen überein, die der Präsident getan hat, aber ich fühle mich mit vielen anderen nicht wohl." Die Demokratin Harris hatte etwa in Sachen Abtreibung für umfassende "reproduktive Freiheit" geworben. Zudem vertrat sie weitere Positionen, die für viele gläubige Katholiken inakzeptabel waren.
Broglio beschrieb Kardinal Robert Francis Prevost, nun Papst Leo XIV., als freundlich und einfach, intelligent, aber auch entspannt. "Er studiert die Dinge gründlich." Dabei lasse er sich nicht als konservativ oder liberal einordnen. Er werde vielmehr als Bischof von Rom den Weg seines Vorgängers, Papst Franziskus, weitergehen. "Gleichzeitig wird er seine eigene Vision haben und ihr seinen eigenen Stempel aufdrücken", so Broglio, der seit 2022 die US-Bischofskonferenz leitet und als gemäßigt konservativer Kirchenvertreter gilt.
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Im schwierigen Verhältnis zwischen China und dem Vatikan hofft Peking unter dem neuen Papst Leo XIV. auf mehr Austausch. Die Volksrepublik gratuliere Robert Francis Prevost zur Wahl und hoffe, dass der Vatikan unter seiner Führung weiter einen „konstruktiven Dialog“ eingehen werde, sagte Außenamtssprecher Lin Jian in Peking. China hoffe außerdem, dass beide Seiten den Austausch über internationale Themen vertiefen und gemeinsam die kontinuierliche Verbesserung der Beziehungen zwischen China und dem Vatikan fördern würden.
China und der Heilige Stuhl unterhalten keine diplomatischen Beziehungen, da der Vatikan als einer von nur zwölf Staaten auf der Welt Taiwan – das offiziell Republik China heißt und von Peking beansprucht wird – anerkennt. Taiwans Präsident Lai Ching-te schrieb in seiner Gratulationsbotschaft an Leo XIV. auf der Plattform X: „Wir freuen uns darauf, unsere diplomatischen Beziehungen mit dem Heiligen Stuhl, die seit 83 Jahren bestehen, weiter auszubauen, um Frieden, Gerechtigkeit, Solidarität und Wohlwollen zu fördern.“
Das Verhältnis zwischen China und dem katholischen Kirchenstaat ist auch angespannt, weil sich die kommunistische Partei bei der Berufung von katholischen Bischöfen eingemischt hatte, obwohl eine Berufung nur dem Papst vorbehalten ist. Die von Peking zugelassenen Bischöfe wurden daher von der katholischen Kirche zunächst nicht anerkannt. Papst Franziskus hatte versucht, mit einer 2018 unterzeichneten Übereinkunft eine Lösung zu finden. Der Vatikan erkannte darin von Peking ernannte Bischöfe an. Viele sahen darin ein Einknicken vor China.
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Bundesratspräsidentin Anke Rehlinger sieht in der Wahl des neuen Papstes Leo XIV. ein mutiges Signal in einer komplizierten Weltlage. „Die katholische Kirche hat mit Leo XIV. ein neues Oberhaupt, das als wahrer Brückenbauer gilt“, betonte die SPD-Politikerin und Ministerpräsidentin des Saarlandes am Freitag in Berlin. Sie bezeichnete den Papst als einen „Vertreter eines eher liberalen Amerika“.
Der integrative Kurs von Franziskus, der stark auf soziale Gerechtigkeit und globalen Ausgleich gesetzt habe, dürfte von Leo XIV. fortgesetzt werden, sagte sie. Dass dieser sein Pontifikat mit einem Friedensgruß beginnt, macht aus Sicht Rehlingers Hoffnung. „Ich wünsche dem Heiligen Vater die innere Ruhe und große Kraft, die sein Amt braucht.“
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Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) fordert vom neuen Papst Leo XIV. konkrete Schritte im Hinblick auf die Gleichberechtigung von Frauen in der römisch-katholischen Kirche. „Ein Papst, der diesen Weg verfolgt, kann zur Leitfigur einer glaubwürdigen und geschlechtergerechten Kirche werden“, sagte die kfd-Bundesvorsitzende, Mechthild Heil, am Freitag in Düsseldorf. Die kfd fordert seit Langem die Zulassung von Frauen zu allen Ämtern in der katholischen Kirche, auch zum Priesteramt.
„Wir hoffen, dass Papst Leo XIV. die Türen der Kirche weit öffnet – für alle Menschen“, sagte Heil. Dazu gehöre auch die konsequente Aufarbeitung von Missbrauchsfällen und die Bestrafung der Täter, die vollständige Anerkennung der verschiedenen Lebensformen, die Öffnung des Zölibats, Transparenz und ein Mitspracherecht von Laien. Dafür brauche es „keine Symbolpolitik, sondern den echten Willen zur Veränderung.“
Heil sieht gute Voraussetzungen dafür, dass Leo XIV. „ein tatkräftiger, reformwilliger Papst sein wird, der nah an den Lebensrealitäten der Gläubigen ist“. Schließlich habe das neue Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche in seiner ersten Rede nach der Wahl von Frieden und Dialog, aber auch von Synodalität gesprochen. Die kfd erwarte, dass Leo XIV. die von Papst Franziskus angestoßene Weltsynode weiterführen werde.
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Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf hat sich überrascht über die Wahl von Robert Prevost zum Papst geäußert. „Bei all den Spekulationen habe ich seinen Namen nicht wahrgenommen“, sagte er am Freitag auf seiner Facebookseite in einer Reihe kurzer Videomitteilungen zur Papstwahl. Dies zeige, dass zu viel Wahlkampf „auch nichts bringt“. Wer im Vorfeld einer Papstwahl zu stark gehandelt werde, der komme nicht als Papst, sondern als Kardinal aus dem Konklave heraus. Die rasche Entscheidung habe ihn ebenfalls überrascht, so Kohlgraf.
Papst Leo XIV. ist nach Wahrnehmung des Mainzer Bischofs eine vermittelnde Persönlichkeit. Er bringe verschiedene Positionen zusammen und sei sehr an der Stärkung des Friedens interessiert. „Er hat auch eine Liebe zu den Armen“, sagte Kohlgraf. Das neue Kirchenoberhaupt werde voraussichtlich vieles, was Papst Franziskus begonnen habe, fortführen.
Die Wahl von Leo XIV., der aus den USA stammt, könne außerdem „vielleicht ein gutes Gegenmittel“ sein gegen die aktuelle amerikanische Regierungspolitik unter Präsident Donald Trump, mutmaßte der Bischof. Leo XIV. könne dazu ein „starker Gegenpol“ sein und so Hoffnungen vieler Menschen in den USA entsprechen.
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