Instruktion aus dem Vatikan : Wie Pfarrgemeinden aussehen sollen

Der Vatikan hat eine neue Instruktion über das Verhältnis von Priestern und Laien veröffentlicht. Aus vatikanischer Sicht ist sie geradezu revolutionär. Doch unter deutschen Katholiken hagelt es Kritik.
Dass sich führende Katholiken in Deutschland mit dem Grundsatz „Roma locuta, causa finita“ („Rom hat gesprochen, die Sache ist abgeschlossen“) schwertun, hat Tradition. Dass der Vatikan selbst es für nötig erachtet, nach harscher Kritik an einer Verlautbarung öffentlich eine Einladung zum klärenden Gespräch auszusprechen, entspricht hingegen nicht dessen Gepflogenheiten. So war es ein sehr ungewöhnlicher Schritt, als Kurienkardinal Beniamino Stella Anfang August nach empörten Reaktionen etlicher Bischöfe in Deutschland auf die neue Instruktion zur Zukunft der Pfarreien wissen ließ, dass seine Behörde die Bischöfe gerne „zu gegebener Zeit“ empfange, um Zweifel und Verwunderung auszuräumen, „wenn sie dies wünschen“.
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