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Instruktion aus dem Vatikan : Wie Pfarrgemeinden aussehen sollen

Gläubige stehen am 27. März 2020 während des päpstlichen Segens „Urbi et orbI“ am Rande des Petersplatzes in Rom. Bild: dpa

Der Vatikan hat eine neue Instruktion über das Verhältnis von Priestern und Laien veröffentlicht. Aus vatikanischer Sicht ist sie geradezu revolutionär. Doch unter deutschen Katholiken hagelt es Kritik.

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          Dass sich führende Katholiken in Deutschland mit dem Grundsatz „Roma locuta, causa finita“ („Rom hat gesprochen, die Sache ist abgeschlossen“) schwertun, hat Tradition. Dass der Vatikan selbst es für nötig erachtet, nach harscher Kritik an einer Verlautbarung öffentlich eine Einladung zum klärenden Gespräch auszusprechen, entspricht hingegen nicht dessen Gepflogenheiten. So war es ein sehr ungewöhnlicher Schritt, als Kurienkardinal Beniamino Stella Anfang August nach empörten Reaktionen etlicher Bischöfe in Deutschland auf die neue Instruktion zur Zukunft der Pfarreien wissen ließ, dass seine Behörde die Bischöfe gerne „zu gegebener Zeit“ empfange, um Zweifel und Verwunderung auszuräumen, „wenn sie dies wünschen“.

          Daniel Deckers

          in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.

          Thomas Jansen

          Redakteur in der Politik.

          Die Kritiker des Schreibens müssen nun überlegen, ob sie das Gesprächsangebot annehmen und der Empfehlung des stellvertretenden Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, des Osnabrücker Bischofs Franz-Josef Bode, folgen, in einen „konstruktiven Dialog“ mit dem Vatikan einzutreten. Der Limburger Bischof Georg Bätzing, der seit März an der Spitze der Bischofskonferenz steht, hat sich öffentlich noch nicht positioniert.

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