Missbrauch in der Kirche : Ein Bericht mit eingebauter Absolution

Der Vatikan hat die Untaten des früheren Kardinals McCarrick untersucht. Die Schuld für Versäumnisse bei der Aufklärung lägen beim früheren Papst Johannes Paul II. Papst Franziskus habe entschlossen gehandelt, heißt es aus Rom.
Schon über den Zeitpunkt der Veröffentlichung des „McCarrick-Reports“ gab es unterschiedliche Urteile: Sollte der ausgerechnet in der Woche nach der turbulenten Präsidentenwahl in den Vereinigten Staaten und kurz vor der Herbstversammlung der amerikanischen Bischofskonferenz am 16. und 17. November vorgestellte Bericht dadurch eher hohe oder möglichst geringe Aufmerksamkeit erfahren? In der am Dienstag veröffentlichten, rund 450 Seiten umfassenden Untersuchung des Vatikans geht es um Leben und Wirken, um Aufstieg und Fall des heute 90 Jahre alten Theodore McCarrick – und vor allem darum, wer wann von dessen ungezählten Untaten wusste.





