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Corona-Management in Japan : Regierungschef Abe wird immer unbeliebter

Hat mehr Kritiker als Unterstützer: der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe Bild: Reuters

In aller Welt wächst im Zuge der Corona-Pandemie das Ansehen von Regierungschefs. In Japan ist es anders: Ministerpräsident Shinzo Abe wird von allen Seiten kritisiert. Ist das Rennen um seine Nachfolge eröffnet?

          3 Min.

          Tsai Ing-wen in Taiwan, Moon Jae-in in Südkorea, Emmanuel Macron in Frankreich, Bundeskanzlerin Angela Merkel – viele Staats- und Regierungschefs in aller Welt gewinnen in der Corona-Pandemie an Popularität. Krisenzeiten begünstigen die Regierungen, solange diese an der Herausforderung nicht sichtbar scheitern. Japans Ministerpräsident Shinzo Abe aber verliert in den Umfragen, obwohl das Land in der Pandemie gar nicht schlecht aussieht. In Asien gibt es zwar Länder wie Taiwan oder Südkorea, die erfolgreicher das Coronavirus bekämpft haben. Mit rund 16.000 bestätigten Infektionen und etwa 800 Toten aber hat Japan das Virus besser im Griff als etwa Deutschland, das mit mehr als 8000 Toten im Westen schon als Vorbild gilt.

          Patrick Welter
          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          Solche Vergleiche interessieren Japans Wähler allerdings wenig. Seit Februar sinkt die Zustimmung zu Abe. Erstmals seit mehr als zwei Jahren liegt in der Umfrage des Fernsehsenders NHK die Ablehnung mit 45 Prozent der Befragten höher als die 37 Prozent Zustimmung.

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