Baerbock in Eriwan und Baku : Vermitteln und verzweifeln

Auf ihrer Reise nach Armenien und Aserbaidschan geht es Baerbock auch darum, auszuloten, wie ein Frieden aussehen kann. Aber die deutsche Außenministerin weiß, wie kompliziert der Konflikt ist.
Die Außenministerin ist an die Grenze gefahren, und schnell wird hier deutlich, wie schwierig die Lage für Armenien ist. Annalena Baerbock kann in die Türkei schauen, auf die aserbaidschanische Exklave Nachitschewan, und Iran ist auch nicht weit entfernt. Zur Türkei und nach Nachitschewan ist die Grenze geschlossen, Baerbock steht vor einem großen Erdwall, einer Schutzlinie. Auf Bergkuppen in der Ferne zeichnen sich Fahnen gegen die Sonne ab, dort sind aserbaidschanische Soldaten stationiert und auf der anderen Seite armenische – und von dort haben Aserbaidschaner immer wieder Richtung Armenien geschossen. Wie genau geschossen, fragt die Ministerin. Scharfschützen, sagt man ihr.
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