Klage gegen Festspiele : Salzburg wehrt sich
In Reaktion auf die jüngst publik gewordene Nachricht einer Strafanzeige wegen angeblich rechtswidrigen Verschiebungen von Produktionen, verwehren sich die Salzburger Festspiele gegen den Vorwurf eines strafbaren Verhaltens und erwägen ihrerseits Klage wegen übler Nachrede und Kreditschädigung.
In Reaktion auf die jüngst publik gewordene Nachricht einer Strafanzeige wegen angeblich rechtswidriger Verschiebungen von Produktionen (F.A.Z. vom 11. Dezember) verwahren sich die Salzburger Festspiele gegen den Vorwurf eines strafbaren Verhaltens und erwägen ihrerseits Klage wegen übler Nachrede und Kreditschädigung. In einer Pressemitteilung ließen der Intendant Markus Hinterhäuser und der Kaufmännische Direktor Lukas Crepaz mitteilen, dass die erhobenen Behauptungen jeglicher Grundlage entbehren. „Ein solches Vorgehen macht uns fassungslos und betroffen, gerade weil wir unter Aufnahme eines persönlichen Risikos über 1400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, davon rund 900 Künstlerinnen und Künstlern, in arbeitslosen Zeiten Beschäftigung gegeben und damit ein vitales Zeichen der Kunst in die Welt gesendet haben.“ Die Programmgestaltung im Corona-Sommer 2020 und damit auch die Absage beziehungsweise Verschiebung einzelner Produktionen sei infolge der gesetzlichen Covid-19-Rahmenbedingungen geschehen. Etwaige Ansprüche wegen der Verschiebungen würden geprüft und über deren Rechtmäßigkeit durch das Arbeits- und Sozialgericht Wien in Wien entschieden. Dieser Sachverhalt sei allerdings ausschließlich zivilrechtlich relevant.
Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €
Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €
- Mit einem Klick online kündbar








