Große Koalition : Schwere Zeiten werden das sein

Nach der vierten Wahl von Angela Merkel zur Kanzlerin an diesem Mittwoch wartet auf die große Koalition viel Arbeit. In Berlin kann nun bewiesen werden, dass nicht nur der Streit dazugehört – sondern auch der Kompromiss. Ein Kommentar.
Viel spricht dafür, dass die kleiner gewordene große Koalition mit der Wahl Angela Merkels zur Bundeskanzlerin eine stabile Regierung bilden wird – bei allem, was in den vergangenen Monaten geschehen und gesagt worden ist: dass die SPD nicht regierungsfähig sei (Zitat Merkel); dass Merkels Zeit eigentlich vorüber sei (Zitat Scholz); dass ein Weiterso drohe (Zitate aus Union und SPD); dass das eine Koalition der Verlierer sei. Entsprechende Auguren gab und gibt es genug, in Berlin und draußen im Lande, dort, wo bezweifelt wird, ob die Leute in der Hauptstadt Akteure oder bloß Getriebene sind. Das Scheitern von „Jamaika“ hatte überdies einige den Grünen nahe, vom Merkel-Flügel in der CDU gerne gesehene Vorhaben (ein Stichwort: ökologische Landwirtschaft) in die Archive verbannt. Nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland hat eine neue Bundesregierung ihre Arbeit unter solchen Auspizien aufgenommen.






