Spanien muss auch seinen klammen Regionen helfen
Spaniens Regierung bangt nicht nur um den Bankensektor. Auch die Finanzlage der Kommunen macht große Sorgen. Am schlechtesten steht Katalonien da.
Spaniens Regierung bangt nicht nur um den Bankensektor. Auch die Finanzlage der Kommunen macht große Sorgen. Am schlechtesten steht Katalonien da.
Die Sanierung der Großbank Bankia soll den Staat mehr als 23 Milliarden Euro kosten. Spanien steht damit vor der größten staatlichen Rettungsaktion in der Geschichte des Landes.
An heißen Themen besteht beim Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel kein Mangel. Beispiel Griechenland: Tritt das Land aus dem Euro aus? Diese Frage wird längst nicht mehr nur hinter vorgehaltener Hand gestellt.
Spaniens Regierung will ihr Land schneller sanieren. Auch eine Bad Bank ist im Gespräch. Doch zuerst testen die Finanzmärkte das Land.
Spanien sieht im Kampf gegen die Krise kein Licht am Ende des Tunnels. Die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone rutscht in die Rezession. Das Rating zahlreicher Banken wurde herabgestuft. Nun ist eine „Bad Bank“ für alle im Gespräch.
Für Spanien wird es an den Finanzmärkten immer enger. Das Vertrauen der Anleger schwindet, das Land muss seinen Gläubigern inzwischen mehr als 6 Prozent Zinsen bieten. Damit nähert sich Spanien dem Niveau, an dem Griechenland, Portugal und Irland Hilfe suchten.
Das hochverschuldete Spanien will durch Ausgabenkürzungen bei Gesundheit und Bildung zehn Milliarden Euro einsparen. Die EU-Kommission begrüßt die Sparpläne als Schritt in die richtige Richtung, doch die Anleger bleiben skeptisch.
Spanien steht vor einem schwierigen Jahr: Die Wirtschaftsleistung sinkt, die Arbeitslosigkeit steigt. Doch nur mit harten Reformen kann das Land Spanien Vertrauen zurückgewinnen, sagt Wirtschaftsminister Luis de Guindos im F.A.Z.-Gespräch.
Der Reformkurs sei „unaufhaltsam“, sagt Spaniens Arbeitsministerin Báñez. Die Gewerkschaften warnen vor einer „Verschärfung der sozialen Konflikte“, streiken weiter - und setzen Ministerpräsident Rajoy eine Frist.
Wenn die Zeiten schwierig sind, ist es umso wichtiger, sich wenigstens gut zu verkaufen, wie einige Minister dieser Tage zeigen.
Die spanische Regierung will die hohe Arbeitslosigkeit reduzieren. Das Kabinett verabschiedete jetzt die Arbeitsmarktreform, damit Unternehmen wieder junge Leute und Langzeitarbeitslose einstellen.
Die Banken Spaniens müssen nach dem Willen der neuen Regierung 50 Milliarden Euro für Verluste im Immobiliensektor zurücklegen. Nach der geplatzten Immobilienblase sitzen die Institute auf hohen Verlusten.