Aufarbeitung der Euro-Krise : Barrosos Weisheit und Merkels Tränen

Die Geschichtsschreibung zur Euro-Krise hat begonnen, und Kommissionspräsident Barroso will besonders gut dastehen. Einen „Plan Z“ für den Austritt Griechenlands gab es aber nicht wirklich.
Weil die Euro-Krise angeblich vorbei ist, scheint nun ihre historische Aufarbeitung zu beginnen. Zwar wird es noch dauern, bis die zentralen Akteure ihre Memoiren veröffentlichen. Fast alle von ihnen sind noch aktiv und haben dafür weder Zeit noch Lust. Und immer noch gilt: Die Währungsunion und ihre Wackelkandidaten – Staaten wie Banken – bleiben ein heikles Sujet, über das Politiker lieber nicht leichtfertig plappern. Manchen Beteiligten scheint es freilich wichtig zu sein, der Öffentlichkeit möglichst früh eine Deutung der eigenen Rolle in der Krise zukommen zu lassen. Dazu muss man nicht zwangsläufig selbst ein Buch schreiben, man kann sich auch mit jenen offenherzig unterhalten, die ein solches Buch als Beobachter von außen schreiben wollen.





