Ukraine und Energiepolitik : EU streitet über Folgen des Kriegs für Energiepolitik

Geschlossenheit gegenüber Russland in seit dem Ausbruch des Ukrainekriegs in der EU das Gebot der Stunde. Dabei sind sich die Staaten bei den Folgen für die Energiesicherheit, die hohen Preise und den Klimaschutz alles andere als einig.
hmk. Brüssel ⋅ Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) gab sich nach dem zweitägigen EU-Gipfel in Brüssel alle Mühe, die Differenzen zwischen den Staats- und Regierungschefs herunterzuspielen. Einigkeit gegenüber Russland ist das Gebot der Stunde. Dabei ist die EU in der Energiepolitik tatsächlich weit davon entfernt. Das gilt für die Frage, ob die EU ein Embargo auf russisches Öl, Gas oder Kohle verhängen sollte. Vor allem Polen und die baltischen Staaten, aber auch Finnland fordern das. Deutschland und Österreich hingegen stehen ebenso auf der Bremse wie Ungarn. Sie argumentieren einhellig, der Preis für die eigene Wirtschaft sei zu hoch, um das durchhalten zu können. Auch darin, wie die EU mit den schon vor dem Ukrainekrieg hohen, aber nun noch einmal gestiegenen Energiepreisen umgehen soll, sind die Staaten tief zerstritten.
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