Capital Region : Gott segne unsere Einwanderer

Die Capital Region besteht nicht nur aus Kongress und Weißem Haus. Sie ist auch die Heimat wunderbar weltoffener Menschen, die ihre eigene Sicht der Dinge haben: Begegnungen mit einem anderen Amerika in Washington, Maryland und Virginia.
Der demokratischste Ort in der Hauptstadt der ältesten Demokratie des amerikanischen Doppelkontinents ist der alte Fischmarkt am Ufer des Potomac River, eine Ansammlung patinöser Verkaufsstände mit blinkenden Kirmeslichtern, dampfenden Suppentöpfen und gargantuesken Sinnesfreudentheken. Hier liegen in schönster, fangfrischster Eintracht Makrelenhaie neben Meeräschen, Venusmuscheln neben Froschschenkeln, Tintenfische neben Thunfischen. Und hier trifft sich ebenso einträchtig ganz Washington zum Einkauf oder Imbiss, schlürft Austern, knackt Königskrabben, löffelt Clam Chowder, Schwarze und Weiße, Millionäre und Millionärspersonal, oberste Richter und einfachste Arbeiter, Anhänger der Redskins und Fans der Giants, sogar Republikaner und Demokraten, bei Hummer und Languste brüderlich und schwesterlich vereint, was in Zeiten der nationalen Zerrissenheit einem Wunder gleichkommt, das nur noch hier geschieht, an diesem Ort egalitären Genusses, an dem Amerika so ist, wie es einmal war.





