AfD-Hochburg Marzahn : „Ist doch alles am Ende hier“

Am östlichen Rand Berlins, in Marzahn-Hellersdorf, hat die AfD bei der Wahl in Berlin teils kräftig abgeräumt. Ein Besuch am Tag nach der Wahl in einem Bezirk, der zwischen Hoffen und Bangen schwebt.
„Wenn das so weiter geht, dann gibt es hier einen Aufstand. Und der wird nicht so friedlich sein wie 1989.“ Thomas Hermenau spricht diese Worte ganz ruhig aus, ohne Aggression. In seinen Augen kann man Enttäuschung lesen, vielleicht sogar etwas mehr: Hoffnungslosigkeit. Der 55 Jahre alte gelernte Koch und Einzelhandelskaufmann jobbt derzeit auf 450-Euro-Basis in einem Discounter in einem Einkaufszentrum in Marzahn. Einen Vollzeit-Job bekommt er schon lange nicht, obwohl er, wie er sagt, „ständig Bewerbungen“ schreibt. Rücklauf: null. Von der Politik erwartet Hermenau schon lange nichts mehr. Außer vielleicht von der AfD, die er am Sonntag bei der Wahl in Berlin gewählt hat. Ein langjähriger Linke-Wähler, der mit der „etablierten“ Politik, wie er sagt, nichts mehr anfangen kann.





