FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Trumps Vizepräsident Pence :
Immer will er beten

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Einen Schritt zurück und eifrig klatschen: Mike Pence weiß im Wahlkampf, was Donald Trump von ihm erwartet.
Einen Schritt zurück und eifrig klatschen: Mike Pence weiß im Wahlkampf, was Donald Trump von ihm erwartet.Reuters

Früher vertrat Mike Pence Prinzipien: Bibel vor Parteibuch, Moral vor Vergnügen – und niemals den politischen Gegner schlechtreden. Jetzt kennt er nur noch eine Devise: Donald Trump hat recht. Was täte Pence als Präsident?

Präsident Donald Trump ist im Krankenhaus, und auch Vizepräsident Mike Pence meidet seit Freitag das Weiße Haus. Zu unklar blieb, wer sich von den Beschäftigten in der Regierungszentrale ebenfalls mit dem Coronavirus angesteckt haben könnte. In seiner Dienstvilla auf dem Gelände der Marine-Sternwarte in Washington hat der 61 Jahre alte Pence nun heikle Entscheidungen zu treffen. Staatspolitisch wäre es klug, wenn er sich bis zu Trumps vollständiger Genesung abschotten würde. Die Vorstellung, dass sowohl Trump als auch Pence amtsunfähig sein könnten, liegt angesichts von Trumps Ganz-der-Alte-Video aus der Klinik und Pence‘ negativen Corona-Tests zwar noch fern. Sie liegt aber doch nah genug, um vielen Amerikanern ins Bewusstsein zu rufen, dass im Falle dieses Falles die demokratische „Speaker of the House“ Nancy Pelosi ins Oval Office einziehen könnte, eine Gottseibeiuns vieler Republikaner. Da lautet die oberste Pflicht des Vizepräsidenten: gesund bleiben!

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