Vorwahlen in Amerika : Drei Stunden Wüten und Wehklagen

Rechte Radiomoderatoren werfen in Amerika mit Halbwahrheiten und kruden Verschwörungstheorien um sich. Einer mit einem rundlichen Babyface kann das besonders gut: Steve Deace aus Iowa.
Vor rund zwei Wochen malte der Radiomoderator Steve Deace seinen Hörern ein Schreckenszenario aus. „Nehmen wir an, Hillary Clinton verliert die Präsidentenwahl, und Barack Obama sagt sich: ,Von unserer Verfassung ist ja nicht mehr viel übrig, worüber ich mich noch nicht hinweggesetzt hätte. Also gehe ich jetzt den letzten Schritt und bleibe im Amt!‘“ Deace machte eine Kunstpause, wippte in seinem Bürostuhl vor und zurück, wie er es jeden Abend im Studio tut, drei Stunden lang im Sekundentakt, mehr als zehntausendmal, vom ersten Jingle seiner Talkshow bis zum Schlusswort. Dann fügte er hinzu: „Allzu weit hergeholt ist das nicht, finde ich.“





