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Seenotrettung : „Alan Kurdi“ nimmt Kurs auf Malta

Die Situation an Bord der „Alan Kurdi“ ist derzeit stabil. Bild: SEA-EYE

Die Seenotretter entscheiden, nicht länger vor Lampedusa auf eine Einfahrerlaubnis zu warten. Malta ist der geografisch nächste europäische Hafen. Bisher hatte sich der Inselstaat für nicht zuständig erklärt.

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          Die „Alan Kurdi“ setzt rund 15 Stunden nach ihrer Ankunft vor Lampedusa Kurs auf Malta. Am Samstagabend haben Einsatzleitung und Kapitän entschieden, nicht länger vor der italienischen Insel auf eine Einfahrerlaubnis zu warten. „Ein Hafen, der es zwei Mal bis auf einen Notstand ankommen lässt, ist für uns keine Option“, sagt Einsatzleiter Gorden Isler. Der nächste logische Schluss sei daher Malta, der Inselstaat ist der geografisch nächste europäische Hafen.

          Julia Anton
          Redakteurin im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET

          Die Situation an Bord der „Alan Kurdi“ ist derzeit stabil. Die 65 Menschen, die das Schiff des deutschen Vereins Sea-eye am Freitag vor der Küste Libyens gerettet hat, sind in guter Verfassung. Wasser und Proviant gibt es an Bord derzeit noch genug.

          Die „Alan Kurdi“ wird den Rand der 12-Meilen-Zone von Malta voraussichtlich Sonntagmittag erreichen. Bisher hatte der Inselstaat sich auf Anfragen des Schiffes hin für nicht zuständig erklärt. Die „Alan Kurdi“ will Malta nun abermals um Hilfe bitten. „Italien hat Gesetze verabschiedet, gegen die ein Kapitän verstoßen muss, wenn er sich an internationales Recht halten will. Eine solche Situation gibt es in Malta nicht.“

          Der italienische Innenminister Matteo Salvini hatte die Häfen seines Landes am Samstag abermals für geschlossen erklärt und auch dem Schiff der Sea-eye die Einfahrt in italienische Gewässer verweigert. Die Verhandlungen der EU-Kommission über eine Verteilung der Menschen an Bord der „Alan Kurdi“ sollen bereits laufen.

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