Reform der katholischen Kirche : Synodaler Weg fordert Segen für homosexuelle Paare

Das katholische Reformprojekt Synodaler Weg will beim Papst erreichen, dass Homosexualität nicht mehr als Sünde gilt. Die Bischöfe waren geteilter Meinung.
In der katholischen Kirche in Deutschland könnte es bald offiziell Segnungsfeiern für homosexuelle Paare geben. Die dritte Vollversammlung des Reformprojekts Synodaler Weg billigte am Samstagnachmittag in Frankfurt in erster Lesung mit klarer Mehrheit ein entsprechendes Papier. Damit setzte sich das Gremium aus Bischöfen, Vertretern des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) sowie der Berufsgruppen der verfassten Kirche über das vatikanische Nein zu solchen Segnungsfeiern hinweg, das die Glaubenskongregation im März vergangenen Jahres bekräftigt hatte. Zudem verabschiedete die Vollversammlung ebenfalls in erster Lesung einen Text, in dem Papst Franziskus zu einer „lehramtlichen Präzisierung und Neubewertung der Homosexualität“ aufgefordert wird. Der Papst soll demnach im Katechismus die Definition von gelebter Homosexualität als schwerer Sünde streichen.
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