Unternehmen und Geopolitik :
Nicht der Markt allein

Von
Alexander Gallus
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Angeblich ein rein wirtschaftliches Projekt: Die Protagonisten von Nord Stream, aufgenommen im September 2011
Angeblich ein rein wirtschaftliches Projekt: Die Protagonisten von Nord Stream, aufgenommen im September 2011RIA NOVOSTI

Das Wort „Geopolitik“ hat in Deutschland einen schlechten Ruf. Und doch spielt sie eine wachsende Rolle, wie der Überfall auf die Ukraine zeigt. Wie sollen/können Unternehmen in diesen Zeiten agieren?

Als der Bundeskanzler neulich bei Anne Will saß und das Wort „Geopolitik“ – dazu die Anführungsstriche gestikulierend – in den Mund nahm, schauderte es ihn regelrecht. Geängstigt, wie er ausdrücklich sagte, habe ihn die Betonung dieses Begriffs durch Wladimir Putin. Schließlich sei damit ein Angriff auf die gesamte Friedensordnung verbunden, ein Bruch mit dem völkerrechtlichen Grundsatz unverletzlicher Grenzen. Olaf Scholz strich damit zweierlei he­raus: erstens, wie zwielichtig jedes von Geopolitik getriebene Handeln sei; zweitens, wie aktuell und unabdingbar es ist, sich mit geopolitischen Rahmenbedingungen und Handlungsmustern in der gegenwärtigen Staatenwelt zu be­schäftigen.

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