Messerangriff von Annecy : Republikaner kritisieren Asylpolitik
Der Messerangriff eines abgelehnten Asylbewerbers aus Syrien am See von Annecy hat die Debatte über die Asylpolitik in Frankreich verschärft.
Der Messerangriff eines in Frankreich abgelehnten Asylbewerbers aus Syrien auf vier Kinder und zwei Erwachsene am See von Annecy hat zu einer Verschärfung der Asyldebatte in Frankreich geführt. Der Fraktionsvorsitzende der Republikaner, Olivier Marleix, äußerte am Freitag: „Ja, die Lage ist außer Kontrolle. Wir wissen nicht, wer die Leute sind, die wir aufnehmen.“ Er veröffentlichte dazu eine Statistik über die Zahl der Asylanträge in der EU seit 2015. Die Fraktionsvorsitzende des rechtspopulistischen Rassemblement National (RN), Marine Le Pen, meldete im Radiosender Europe 1 Zweifel an, dass sich der Mann legal in Frankreich aufhielt. „Es gab Versäumnisse. Dieser Mann hätte bereits im Januar unser Land verlassen müssen“, sagte sie. Le Pen sprach von einer „äußersten Barbarei“ und einem Zivilisationsbruch. Wie zuvor der Parteivorsitzende der Republikaner, Eric Ciotti, rief Le Pen dazu auf, die EU-Regeln zu Asyl- und Immigration nicht mehr anzuwenden, da sie Frankreich schutzlos auslieferten.
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