FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Gazagespräche :
Die USA haben hoch gepokert

Christian Meier
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US-Außenminister Antony Blinken trifft nach den Gazagesprächen in Doha den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, 19.8.2024.
US-Außenminister Antony Blinken trifft nach den Gazagesprächen in Doha den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, 19.8.2024.dpa

Dass sich Netanjahu und Sinwar einigen wollen, ist nicht gewiss. Und wenn doch, könnte die Lage im Nahen Osten dennoch eskalieren. So denkt mancher in Israel offen darüber nach, Iran ins Visier zu nehmen.

Es ist nicht einmal klar, ob es eine Atempause ist, was die Gazakrieg-Vermittler in Doha erreicht haben. Aufeinander zubewegt haben sich die Hamas-Terroristen und Israel jedenfalls nicht. Dass der scheidende amerikanische Präsident Joe Biden nach den zweitägigen Gesprächen Zuversicht zur Schau trug, war Zweckoptimismus. Denn das Ergebnis der Verhandlungen wirkt sich nicht nur darauf aus, wie es in Gaza weitergeht. Eine beispiellose Eskalation der Spannungen zwischen der von Iran angeführten „Achse des Widerstands“ und Israel hängt immer noch wie ein Damoklesschwert über der Region.

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