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Forscher zu Kindesmissbrauch : „Das Bewusstsein ändert sich nur langsam“

Die Augen verschließen: Kinder leiden besonders stark unter depressiven Erkrankungen. Bild: dpa

Gegen Kindesmissbrauch werde zu wenig getan, sagt der Ulmer Kinder- und Jugendpsychiater Jörg Fegert. Er glaubt: Schärfere Strafen allein nützten nicht.

          7 Min.

          Herr Professor Fegert, Anfang Juni hielt Bundesjustizministerin Christine Lambrecht eine Erhöhung des Strafrahmens für Kindesmissbrauch und Kinderpornographie noch für den falschen Weg, seit Anfang Juli liegt ein umfangreiches „Reformpaket zur Bekämpfung sexualisierter Gewalt gegen Kinder“ auf dem Tisch. War das ein längst überfälliger Schritt?

          Daniel Deckers
          in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.

          Der Druck in der Politik war sehr groß geworden. Denn es entspricht inzwischen der Überzeugung von sehr vielen Menschen, dass es vollkommen indiskutabel ist, Eigentumsdelikte im Strafrecht als Verbrechen zu klassifizieren und schwerste Übergriffe auf Personen womöglich nur als Vergehen zu sanktionieren.

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