Nachfolger des G36 : Ein Sturmgewehr namens „Sultan“

Ein sehr kleiner Waffenfabrikant aus Thüringen soll die neue Standardwaffe der Bundeswehr bauen. Wie konnte ein Zwerg, der sich mit seiner frisierten NS-Vergangenheit brüstet, den Branchen-Goliath schlagen? Unser Autor hat sich in Suhl umgesehen.
Die Bundeswehr soll ein neues Sturmgewehr bekommen. Die meisten Soldaten sind zwar mit der aktuellen Waffe, dem G36 von Heckler&Koch noch zufrieden. Aber nachdem die frühere Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen die bewährte Standardwaffe zur Ausmusterung verurteilt hat, gibt es kein Zurück. Nun hat die aktuelle Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer eine überraschende Entscheidung getroffen: Den G36-Nachfolger soll eine sehr kleine, nahezu unbekannte Firma produzieren. Sie hat der Bundeswehr bislang einige Repetiergewehre für die Scharfschützen geliefert. Ihr Name lautet „C.G. Haenel GmbH“ aus Suhl, 2017 hatte sie vier Mitarbeiter. Inzwischen sind es laut Wirtschaftsdatenbank neun.
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