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Kampf gegen Corona : Wer überleben darf

Isolierstation für Corona-Patienten in Schwerin Bild: dpa

Auch in Deutschland wird man vielleicht nicht alle Covid-19-Kranken behandeln können. Wer wird dann beatmet und wer nicht? Ärzte und Ethiker ringen um Konzepte.

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          Es begann, als Georg Marckmann die Berichte aus Italien las. Vieles stand ja in den Zeitungen. Ein Lungenarzt aus Bergamo hatte erzählt, wie er seine Kollegen weinen sah, weil sie in der Corona-Pandemie entscheiden mussten, wer leben und wer sterben würde. Ein Intensivmediziner aus Mailand, ein früherer Soldat, hatte in einem Interview gesagt, solche Situationen von katastrophaler Überlastung wie jetzt in Norditalien habe er nicht einmal im Kosovo-Krieg erlebt.

          Konrad Schuller
          Politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Eine Notärztin aus Cremona hatte verzweifelt berichtet, wie sie ohne alle Vorbereitung in diese Situation gestürzt sei – in eine Lage, in der ihr Krankenhaus einfach nicht genug Intensivbetten hatte, während die Krankenwagen Stunde für Stunde neue Patienten brachten. Dass sie dann wählen müsse, ohne zu wissen, wie, weil es keine Kriterien gebe. Wie sie als Ärztin nicht akzeptieren könne, über Leben und Tod entscheiden zu müssen, statt Menschen zu helfen. „Wir sind ja nicht Nero, der beim Gladiatorenkampf den Daumen hebt oder senkt.“

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