FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Nach der Berlin-Wahl :
Auf einmal spricht Giffey von Demut

Von
Helene Bubrowski
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Macht sie einfach weiter? SPD-Spitzenkandidatin Giffey am Montag mit Parteichefin Esken im Willy-Brandt-Haus
Macht sie einfach weiter? SPD-Spitzenkandidatin Giffey am Montag mit Parteichefin Esken im Willy-Brandt-HausDaniel Pilar

Die Grünen fühlen sich als heimlicher Sieger, und die Sozialdemokraten sprechen plötzlich ganz anders als noch am Sonntagabend. Offenbar treibt sie die Angst vor Schwarz-Grün um.

Irgendetwas muss über Nacht mit Franziska Giffey geschehen sein. Am Wahlabend hatte die Regierende Bürgermeisterin von der SPD noch beinhart ih­ren Anspruch verteidigt, weiter im Chefinnensessel im Roten Rathaus sitzen zu bleiben und eine rot-grün-rote Regierung in Berlin anzuführen, wenn die SPD auf Platz zwei landen sollte. Dass die siegreiche CDU fast zehn Prozentpunkte vor der SPD liegt, das schien Giffey am Wahlabend nicht besonders zu in­teressieren. Deren Spitzenkandidat Kai Wegner habe doch schon im Wahlkampf die „Türen zugeschlagen“, sagte sie.

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