Abschiebehaft in Corona-Zeiten : Nur er und die Angst

Francis Mulumba sollte Deutschland verlassen. Dann kam Corona. Jetzt sitzt er am Frankfurter Flughafen in Abschiebehaft. Allein.
Sobald Francis Mulumba morgens aufwacht, ist die Angst da. Er isst, doch Appetit hat er keinen. Zum Telefonhörer greifen und seine Familie anrufen kann er nicht. Wo er jetzt wohnt, spricht und versteht niemand seine Sprache. „Mein Vater hat gesagt, ich muss stark sein“, sagt Mulumba, „aber ich kann nachts vor lauter Gedanken nicht schlafen.“ Er fühlt sich einsam und isoliert. Denn während alle anderen Asylsuchenden der Transitunterkunft am Frankfurter Flughafen angesichts der Corona-Pandemie zwischenzeitlich einreisen durften, sitzt Francis Mulumba allein in Abschiebehaft. In einer Unterkunft, die für 100 Personen ausgelegt ist.
Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €
Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €
- Mit einem Klick online kündbar





