Mit der Europawahl :
Kann Schottland ein Zeichen gegen den Brexit setzen?

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Die „Bollocks to Brexit“-Sticker der Gruppe „Glasgow Loves EU“ sind besonders beliebt.
Die „Bollocks to Brexit“-Sticker der Gruppe „Glasgow Loves EU“ sind besonders beliebt.jant.

Unverhofft nimmt das Vereinigte Königreich an der Europawahl teil. Im pro-europäischen Schottland hoffen Aktivisten, eine Botschaft nach Westminster schicken zu können. Gleichzeitig droht ein neues Unabhängigkeitsreferendum.

„Wie es in Zukunft weitergeht, weiß keiner”, erklärt der Stadtführer in Glasgow und blickt mit theatralischer Mimik in die Runde. Er spricht von Irn-Bru, dem pappsüßen schottischen Nationalgetränk. Die Schotten trinken es lieber als Coca-Cola, das sonst überall auf der Welt der marktführende Softdrink ist. Zumindest noch: Im vergangenen Jahr hat Irn-Bru das Rezept geändert und den Zuckeranteil des Softdrinks drastisch reduziert und durch einen Austauschstoff ersetzt, um nicht unter die neu eingeführte Zuckersteuer zu fallen. Seitdem, so beschweren sich viele Irn-Bru-Fans, schmecke ihnen das Getränk nicht mehr so gut wie vorher. Restbestände werden für das zehnfache des ursprünglichen Preises gehandelt, 50.000 Menschen haben eine Petition unterzeichnet, die eine Rückkehr zum alten Rezept fordert, und bis heute monieren Kommentatoren auf Social Media den fehlenden Zucker. Ob das reicht, damit Irn-Bru die alte Variante wieder auf den Markt bringt, ist ungewiss.

FAZ

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