Briefe : Leserbriefe vom 5. August 2024

Angriff auf Golanhöhen +++ Nach der Crowdstrike-Panne +++ SPD und Bürgergeld +++ Zum Tod des Komponisten Wolfgang Rihm +++ Förderung armer Länder
Golanhöhen sind syrisch
Zu „Vereint in der Trauer, gespalten in der Politik“ (F.A.Z. vom 29. Juli): Es ist eine Tragödie, dass diesmal die Opfer des Nahostkonfliktes zwölf drusische Jugendliche sind, die im israelisch besetzten und völkerrechtswidrig annektierten Madschdal Schams wohnen, einem Drusendorf direkt an der UN-Waffenstillstandslinie zwischen dem von Israel besetzten Teil des syrischen Golans und Syrien, die sich ganz mehrheitlich nicht als Israelis empfinden, die Übernahme der israelischen Staatsbürgerschaft ablehnen und regelmäßig mit syrischen Fahnen (sie empfinden sich als Syrer, die sie ja auch sind!) gegen die israelischen Besatzer demonstrieren. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß, dass die Rakete, die in Madschdal Schams einschlug, eigentlich der oberhalb der Stadt gegenüber dem Hermonberg gelegenen großen israelischen Abhörstation gegolten hat, von wo aus die israelischen Besatzungstruppen angeblich den Funk- und Telefonverkehr vom gesamten Gebiet bis nach Damaskus überwachen können. Apropos Opfer: Am gleichen Tag kamen bei einem israelischen Angriff im Gazastreifen 30 junge Palästinenser ums Leben. Darüber wird kaum berichtet. Der Golan gehört völkerrechtlich zu Syrien und ist kein israelisches Gebiet. Man kann es nicht oft genug wiederholen.
Björn Luley, Frankfurt am Main





