Opposition in der Türkei :
Eine Hoffnungsträgerin unter Druck

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Die Bürgermeisterin von Üsküdar (Stadtteil von Istanbul), Sinem Dedetaş: „In unserem Land ist es so einfach, verhaftet zu werden, wie ein Simit auf der Straße zu kaufen.“
Die Bürgermeisterin von Üsküdar (Stadtteil von Istanbul), Sinem Dedetaş: „In unserem Land ist es so einfach, verhaftet zu werden, wie ein Simit auf der Straße zu kaufen.“Stadtverwaltung Üsküdar

Die Bürgermeisterin des Istanbuler Stadtteils Üsküdar war 2024 das Gesicht der Wechselstimmung in der Türkei. Jetzt bekommt auch sie die Repressionen der Regierung zu spüren.

Man merkt Sinem Dedetaş an, dass sie sich vorkommt, als sei sie im falschen Film. „Was wir gerade erleben, ist völlig irrational“, sagt die Bürgermeisterin von Üsküdar, einem Istanbuler Stadtteil auf der asiatischen Seite des Bosporus. Es ist noch nicht lange her, da verkörperte Dedetaş die neue Hoffnung der türkischen Opposition. Bei den Kommunalwahlen von 2024 hatte sie den religiös-konservativen Bezirk Üsküdar für die Republikanische Volkspartei (CHP) gewonnen – nachdem er 30 Jahre lang von Erdoğans AKP regiert worden war. Dabei hatte es selbst in ihrer eigenen Partei geheißen, eine Frau könne dort nicht siegen. Die 44 Jahre alte Politikerin galt als so talentiert, dass sie schon ein Jahr später als mögliche Nachfolgerin für das Amt des Bürgermeisters von Istanbul gehandelt wurde.

FAZ

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