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Vermittlung im Ukrainekrieg : Der Papst will weiterhin nach Moskau reisen

Während einer Generalaudienz im April werden Papst Franziskus Bilder zum Ukrainekrieg überreicht. Bild: Reuters

Bislang hat sich der Kreml gegen einen Besuch des Papstes gesperrt. Das könnte sich nun ändern, sagte Franziskus in einem Interview. Auch zu den Gerüchten über einen Rücktritt und eine Krebserkrankung äußerte er sich.

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          Papst Franziskus hat seinen Willen zu einer Friedensmission für die Ukraine bekräftigt. In einem am Montag veröffentlichten Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters stellte Franziskus eine Reise nach Russland und in die Ukraine für September in Aussicht. Nach der wegen chronischer Kniebeschwerden verschobenen Reise in die Demokratische Republik Kongo und nach Südsudan, die für den 2. bis 7. Juli geplant war, will Franziskus vom 24. bis 30. Juli Kanada besuchen. Für den traditionellen Ferienmonat August ist bisher nur eine Reise innerhalb Italiens geplant.

          Matthias Rüb
          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          „Als erstes werde ich nach Russland gehen, um zu versuchen, in irgendeiner Weise zu helfen. Aber ich werde gerne beide Hauptstädte besuchen“, äußerte Franziskus in dem Interview. Eine erste Anfrage des Heiligen Stuhls, ob ein Besuch möglich und erwünscht sei, habe Moskau vor einigen Monaten abschlägig beschieden, sagte der Papst. Die russische Führung habe erkennen lassen, dass für eine solche historische Reise noch nicht der richtige Zeitpunkt gekommen sei.

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