Koreanische Halbinsel : Ungewollte Botschaften an der Grenze

Nordkorea reagiert verstimmt auf Flugblätter südkoreanischer Menschenrechtsgruppen und will nun nicht mehr mit dem Süden reden. Will Pjöngjang Zugeständnisse aus Seoul erpressen – oder ein Signal nach Washington senden?
In wenigen Tagen jährt sich zum 20. Mal das erste innerkoreanische Gipfeltreffen. Südkoreas Präsident Kim Dae-jung reiste damals für drei Tage nach Pjöngjang und traf sich mit Nordkoreas Diktator Kim Jong-il. Die beiden versprachen einander Respekt, grenzüberschreitende Kontakte und philosophierten über Wege zur nationalen Wiedervereinigung ohne den Einfluss ausländischer Kräfte. Die drei Tage in Pjöngjang waren der Höhepunkt der Sonnenscheinpolitik von Kim Dae-jung. Der Versuch des Wandels durch Annäherung geriet schon wenige Monate später politisch ins Schleudern, legte aber die Grundlage für Zusammenkünfte von durch den Krieg getrennten Familien und andere innerkoreanische Begegnungen.





