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Spiele in Pyeongchang : Nordkorea nimmt „wahrscheinlich“ an Olympia teil

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Der Vertreter des Olympischen Komitees von Nordkorea, Chang Ung, spricht am heutigen Samstag nach seiner Ankunft auf dem Flughafen von Peking zu Reportern. Bild: kyodo/dpa

Ein nordkoreanisches Team bei den Winterspielen im verfeindeten Süden wäre ein wichtiges Signal. Die Äußerungen eines Offiziellen klingen ermutigend. Auch Trumps Außenminister setzt auf Gespräche.

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          Nordkorea wird nach Angaben seines Vertreters beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) „wahrscheinlich“ an den Olympischen Winterspielen in Südkorea teilnehmen. Das berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Samstag. Pjöngjangs IOC-Vertreter Chang Ung äußerte sich demnach bei einem Zwischenstopp am Flughafen von Peking.

          Zum Jahresbeginn war nach monatelangem Säbelgerassel Bewegung in den Konflikt zwischen Nord- und Südkorea gekommen, als der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un in seiner Neujahrsansprache Dialogbereitschaft mit dem Süden signalisiert hatte. Dabei hatte er auch angedeutet, sein Land könne an den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang teilnehmen. Die Winterspiele finden vom 9. bis 25. Februar in dem südkoreanischen Ort statt. Der Chef des Organisationskomitees der Winterspiele, Lee Hee Beom, hatte am Mittwoch gesagt, Südkorea sei gut vorbereitet auf eine Teilnahme nordkoreanischer Sportler.

          Tillerson für Gespräche

          Am Dienstag sollen erstmals seit zwei Jahren Gespräche von Regierungsvertretern beider Seiten stattfinden. Neben einer Teilnahme Nordkoreas an den Olympischen Winterspielen sollen allgemein die bilateralen Beziehungen besprochen werden.

          Amerikas Außenminister Rex Tillerson signalisierte grundsätzliche Gesprächsbereitschaft mit Nordkorea. „Sie wissen, wie sie uns erreichen, wenn sie bereit sind, sich auch auf uns einzulassen“, sagte der amerikanische Chefdiplomat am Freitag dem Sender CNN. Wie solche Gespräche begonnen werden sollten, müsse noch festgelegt werden. Nordkorea müsse aber verstehen, dass aus Sicht seines Landes „eine endgültige, vollständige Denuklearisierung“ Ziel sein müsse. Die Nordkoreaner könnten bei Gesprächen, an denen Vereinigten Staaten beteiligt seien, für sich selbst einen Pfad zu mehr Sicherheit und mehr Wohlstand aufzeichnen.

          Tillerson bekräftigte, dass Amerika die Krise diplomatisch lösen wolle. Er warnte aber zugleich, dass hinter diesen Bemühungen „ein starke militärische Option“ stehe, wenn nötig.

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